Frohe Weihnachten!

Schon wieder ein Jahr vorbei, schon wieder ist es Weihnachten und traditionell bin ich es, Eure BabyBelle, die die Weihnachtswünsche überbringt. In diesem Jahr will ich Euch aber zusätzlich auch noch kurz einen Rückblick zum Nachwuchs geben, denn das wurde ja bislang sehr vernachlässigt:

Was kam, was ist und was kommt:

BabyBelle – BellePèlerine

Zwei weitere Stuten bereichern seit diesem Jahr perspektivisch meine Familie. Den Beginn machte meine Tochter Belle Vue a l’Est – Der schöne Blick nach Osten – oder auch kurz „die Pummelfee“.

Pünktlich zum ausgerechneten Termin kam sie zur Welt und konnte von Beginn an begeistern. Ganz typvoll, groß genug, vital, viel Adel – kurz: Sie war in allen Belangen so wie gewünscht. (selbstredend, ist sie ja schließlich meine Tochter!)

Die Eimerträger mussten sich aber schon bald diese ersten Eindrücke eines Edelpferdes immer wieder in Erscheinung rufen, denn im Alter von knapp drei Wochen erhielt sie ihren Spitznamen „Pummelfee“ und macht ihm bis heute Ehre.

Nummer zwei aus unserer Familie war meine Enkelin und sie landete ein bisschen verfrüht. Der 335. Tag wäre der 01. Juli gewesen. Am 14.06., also 17 Tage zu früh beendete Belle Aimée, aka Prinzessin, ihre Trächtigkeit. Etwas unter den „magischen“ 320 Tagen und es gab hier sicher schon kürzere Trächtigkeiten, aber unsere Belle Blanchette zeigte dennoch einige Anzeichen eines Frühchens. Was wackelig, die Öhrchen was geknickt und etwas, das es im Hause SF noch nicht gab: Das Fell war „zu groß“. Fast wie bei einem Hundewelpen. Auch für die Orientierung in der Umwelt brauchte sie eine paar Tage länger. Der Hell-Dunkel-Wechsel – bspw. wenn es aus dem Stall auf die Weide ging – bereitete länger Probleme, als die Eimerträger das von anderen Fohlen gewöhnt sind. Aber es wurde und auch, wenn sie vielleicht nicht den letzten Trakehner Typ repräsentiert, so sind Gang, Dampf und Beweglichkeit genauso geworden, wie das gewünscht wurde. Dem Erwachsenwerden wird in jedem Falle mit großer Spannung entgegen gesehen! Belle Blanchette wurde im Laufe des Sommers zu „Blondie“ und zumindest zu ihr gibt es eine eine lustige Geschichte aus dem Jahr zu erzählen, denn in Wahn gab es

die erste Geburt per Video-Telefonat….

Vom 12. bis zum 15.06. weilte das S von SF mal wieder auf einer Messe. Dieses Mal in Essen. Kein Thema, alles entspannt, war ja noch genug Zeit. Theoretisch. Und praktisch ist man von Essen auch in überschaubarer Zeit in Wahn.

Am 13. verabschiedete sich die Videoüberwachungsapp auf dem Handy von S. Irgendein Adressenmist. Technik, die begeistert…..

Es wurde gechattet:

21:00 Uhr S: Erl. Und jetzt?

….

An dieser Stelle sei erwähnt, dass S dachte, sie erhielte nun Anweisungen zum erneuten Verbinden der Kamera. Sie verließ also die Abendveranstaltung und schickte einen „Daumen hoch“ als Signal, dass sie bereit wäre.

WTF?!?!?!?!! – S hat geistigen Transfer geleistet, dass TÄ nicht zur Installation der Kamera herangezogen werden muss und hat F angerufen.

S hat B angerufen.

S: Hallo, wie sieht es aus, wie weit ist sie?

S: O.k. – Ist die Fruchtblase schon sichtbar?

S: O.k. – ich rufe nochmal an! Aufgelegt. Facetime-Anruf.

S: B, dreh bitte das Handy. … Guck, da sind die Füße und da kommt auch schon die Nase. Wenn der Kopf durch ist, öffne die Eihaut und mach einmal die Nüster frei.

B macht, wie geheißen.

S: Super, jetzt geh raus und lass Prinzessin in Ruhe zu Ende machen.

S: Gut, dann ist jetzt alles fein!

Um 21:50 war unsere kleine Belle Blanchette auf der Welt. Sie war schnell auf den Beinen, stellte sich aber sehr dusselig beim Saufen an. F und B haben sie begleitet und unterstützt, so dass das um kurz nach Mitternacht auch erledigt war.

Der kundige Leser wird jetzt denken, warum machen die denn so ein Geschiss um die Eihaut, die reißt doch eigentlich von alleine. – Ja, das stimmt. Aber nachdem die kleine Licht sich wohl über das Aspirieren von Fruchtwasser einen Keim zugezogen hat, machen sie die Nase gerne immer frühestmöglich frei. Kann man von halten, was man möchte, besänftigt aber den inneren Angsthasen….

Zurück zum Heute:

Pummelfee und Blondie haben sich beide toll entwickelt und sind – unter Protest –  am letzten Wochenende ausgezogen. Sie wohnen nun gemeinsam mit der Rentner-Combo, Oksana und Watz, ein Pärchen, das zu Beginn des nächsten Jahres noch einen gesonderten Bericht bekommen wird.

Der mangelnden Öffentlichkeitsarbeit fielen in diesem Jahr auch alle Vermarktungsaktivitäten zum Opfer und was macht man dann mit Stutfohlen? – Genau, man behält sie 😊 Die Eimerträger wollen mal gucken, was die weitere Entwicklung bringt.

Was sonst noch so ist:

Prinzessin wird wieder geritten und soll nächstes Jahr mal ein bisschen Sport machen. Schauen wir mal, wo die Reise hingehen kann. Auch mit Blick auf das mediale Desaster, das die FN gerade mal wieder verursacht. Wer weiß, wie viele Turniere überhaupt noch übrigbleiben.

Trächtigkeiten:

Zwei Mädels machen aktuell mit mir Geburtsvorbereitung, denn NARÜRLICH bin ich wieder tragend 😉 Dieses Mal von Magistral. Errechneter Termin: 20.04.2024. Wie auch bei den anderen. Drei Schuss, drei Treffer. Für Euch hier einmal die Anpaarungsgedanken, die sich die Eimerträger gemacht haben:

Sprungablauf, Galoppiervermögen, Nervenstärke und Rittigkeit – so lassen sich die hervorstechendsten Attribute von Magistral in Kürze beschreiben.

Magistral AA hat eine erstklassige Leistungsprüfung in Marbach abgelegt (Wertnote: 8.51) und errang unter Amateurberitt zahlreiche Siege und Platzierungen in Geländepferde-, Vielseitigkeits-, Dressur- und Springprüfungen der Klassen A und L. Eine weitere Förderung erfolgte nicht.

Seine Herkunft

Magistrals AA Vater Rock‘n Roll Animal AA war vier-, fünf- und sechsjährig Finalist im französischen Jungpferde-Championat. Seine Mutter, eine Tochter von Alexandra Ledermanns internationalem Spitzen-Springpferd Cook du Midour AA, brachte neben Rock‘n Roll Animal AA, den in S**-Springprüfungen erfolgreichen Coup de Grisou auch die bis in S***-Springen erfolgreichen Vox Dei hervor. Die Großmutter Jacinthe du Maury AA, eine Tochter des in schweren Springprüfungen erfolgreichen Fol Avril AA, ist auch Mutter des französischen Top Springpferdes und internationalen Vererbers Fusain du Defey AA sowie von Poème d’Amour de Buissy AA, der sich in S-Springprüfungen bis 1,40 m zu behaupten wusste. Seine mütterliche Großmutter Suzy de la Tour AA ist auch die Mutter von Nathan de la Tour AA, von dem ja auch mein Sohn BELUN stammt.

Aus enger mütterlicher Verwandtschaft von Magistral stammen auch das 3 Sterne-Vielseitigkeitspferd Tsar du Manou AA und der im S-Parcours erfolgreiche Potter du Manou AA. Nach den guten Erfahrungen mit der Anpaarung von Angloarabern, fanden die Eimerträger Magistral sehr vielversprechend.  

Oka-Träumchen trägt von BELUN

Anpaarungsgedanken: Zusammenführung unserer Linien O und B.

Zum einen ist die Zusammenführung der eigenen Familien natürlich eine Herzensangelegenheit für jeden Züchter und zum anderen haben konnte man bei Oksanas Kind der Liebe von Bel Animo feststellen, wie hervorragend unsere beiden Familien zusammenpassen. Omael ist das größte aller je geborenen Oksana-Kinder und ist zu einem ganz modernen Sportpferd herangewachsen.

Die Eimerträger erhoffen isch aus dieser Anpaarung viel und wünschen sich natürlich am liebsten eine Stute. Ein OKA-Sternchen vielleicht?  

Mini-M trägt von BELUN

Anpaarungsgedanken: Zusammenführung unserer Linien M und B. Linienzucht auf den Springpferdevererber Sarafan.

Mini-M als Enkelin von Fee, Belun als mein Sohn – auch diese Anpaarung ist eine riesige Herzensangelegenheit. Ein Stutfohlen wird absolut unverkäuflich sein. Der Name des kleinen M-Nachwuchses steht schon heute fest: MASURENHERZ

Sowohl Mini-M als auch Oka-Träumchen, konnten in diesem Jahr nicht zur Eintragung gebracht werden, da uns die prophylaktische Quarantäne über mindestens drei Wochen nach Fees Tod empfohlen wurde. Die Eimerträger werden sie also im nächsten Jahr zusammen mit ihren Fohlen bei Fuß registrieren lassen.

Franzi frönt seit Sommer wieder dem Reitsportspaß und ist in die Fußstapfen von Fee getreten. Der erste Holland-Urlaub mit ihr war dem Vernehmen nach wundervoll, sie machte alles phantastisch und gibt nun in unserer Gruppe ständig mit ihren überragenden Eigenschaften am und im Wasser an. Natürlich ist sie ist nun die beste Freundin von Obi, der beim Reitsportspaß meist dabei ist.

Franzis Raketenmann hat sich toll entwickelt und mein väterlicher Bruder Mattes kam so gut in den Winter, wie schon lange nicht mehr.

Vorgestern klopfte dann Sturm Zoltan an… und riss mit Hilfe einer Riesentanne die Behausung der Oldies und den Absetzern ein. Klar, das hatte ja in diesem „Super-Jahr“ noch gefehlt! Statt „Baum schmücken“ hieß es am 22.Dezember „Baum rücken“. Aber mit vereinten Kräften und mit Hilfe von vielen lieben Freunden/ Nachbarn konnten nach etwas mehr als acht Stunden der übelsten Plackerei die vier wieder einziehen.

Aber was soll es – es wird weiter gehen….

Vergangenheit ist Geschichte,
Zukunft ist Geheimnis
und jeder Augenblick ein Geschenk

Ina Deter *1947

Jeder Augenblick ist ein Geschenk! – Es ist an uns, die Geschenke zu erkennen und sie anzunehmen.

Deshalb:

Geh Dein Pferd umarmen!

Jemand hat möglicherweise eine Stute geliebt und sorgfältig einen Hengst ausgesucht.

Jemand widmete sein Leben dem Hengst an den er glaubte.

Jemand entschied sich, Stuten zur Trächtigkeit zu verhelfen.

Jemand saß wer weiß wie viele Nächte lang wach, um Deinem Pferd auf die Welt zu helfen und jemand küsste diese nasse Nase.

Jemand zog das erste Halfter an, nahm den ersten Huf hoch. Duschte es das erste Mal und zog das erste Mal einen Gurt stamm.

Es brauchte viel Herzblut Dein Pferd bis zu Dir zu bringen. Sie haben viel Zeit ihres Lebens dafür geopfert, viele Atemzüge, viele zertrampelte Zehen und zerbrochene Bretter gehabt.

Umarme Dein Pferd für sie… Sie taten all das, weil sie an die Zukunft Deines Pferdes glaubten, also mache diese zu einer guten!

(Aus dem Englischen übersetzt / Autor unbekannt)

In diesem Sinne wünsche ich Euch allen ein Frohes Weihnachtsfest und drücke wie jedes Jahr die Daumen für Euch, dass Ihr genauso tolle Vierbeiner habt, wie wir hier welche sind! Und wenn nicht, dass ihr bald welche findet! Denn denkt immer daran: Man kann ohne Pferde leben, es lohnt aber nicht! Und ohne Trakehner lohnt es noch viel weniger!

Frohe Weihnachten!

Eure BabyBelle (auch im Namen ihrer Eimerträger)

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