Willkommen Mirar!

Keine Stunde alt und doch so neugiiiiiierig “Was blitzt denn da?”

In der Nacht vom17. auf den 18. Mai 2012, um 01:40 Uhr, erblickte der kleine Mirar das Licht der Welt. Ein langbeiniges Hengstföhlchen, munter und keck, dass, wenn unser Auge uns nicht allzu sehr trübt, wohl genau wie sein Papa ein Kohlfüchschen werden will. Ganz hübsch gezeichnet, lang liniert und sehr korrekt – wir sind zufrieden!!

Auch im Rahmen seines ersten Ausflugs auf den Platz zeigte er sich von seiner besten Seite, der zukünftige Spring-Nachwuchs scheint sich auch bewegen zu können. Bereits schön in der Balance lief er neben seiner stolzen Mama her, die einen Top-Job in der Nacht absolvierte und auch weiterhin absolviert.

Hier sind einige Bilder des ersten Ausflugs:

 

 

12.05.2012 – Happy Birthday Morgenstern zum 20sten!!

Morgenstern genießt seine Rente, hier mal frisch paniert mit Wasser und Sand. Passend dazu im Hintergrund: Ein Regenbogen!

Zwanzig Jahre zählt unser Stern seit dem 12.05.2012!

Ein ordentliches Alter für ein Pferd, dass in seinem Leben sportlich etwas geleistet hat und sich noch immer bester Gesundheit erfreut.

Er genießt auch heute noch die Arbeit unter dem Reiter: Stolz präsentiert er die Serienwechsel und der Ehrgeiz packt ihn, wenn wir “Stechen” spielen. 

 

Machs wie Dein Vater Sterni, werde gesund alt und bleib uns noch was erhalten!
Deine Eimerträger

Unser Primus ist wieder daheim!

Jedes Jahr geht sie aufs Neue los, die Suche nach dem möglichen Vatertier. Abstammungen werden analysiert, Tabellen zu Vererbungswerten gewälzt, das Jahrbuch Sport studiert: Wer war wann und wo erfolgreich? Wieviele erfolgreiche Nachkommen gibt es? Und bei einem Junghengst: Wie vererbten sich die Vorfahren? Wie steht es um die Sportlichkeit und die Rittigkeit der väterlichen sowie mütterlichen Familie? – Viel lässt sich am Reißbrett planen, letzlich “abgerechnet” wird dann doch erstmalig, wenn die Nachzucht das Reitpferdealter erreicht.

Neben unserer Belle Pèlerine, die uns in Punkto Arbeitseifer, Rittigkeit und Nervenkostüm bereits überzeugt hat, ist auch ihr väterlicher Neffe Maravedi seit dem 01. Mai wieder in Wahn beheimatet und genießt nun seine reiterliche Ausbildung. Und “genießen” trifft es auch auf den Punkt! Tolles Wesen, gehorsam und eifrig und auch die nachbarschaftlichen Bobby-Cars oder Kreissägen können ihn nicht wirklich aus der Fassung bringen. Ganz so, wie seine gesamte mütterliche Verwandtschaft ist er ausgesprochen sitzbequem.

Es erfüllt uns als Züchter mit sehr großer Freude und auch ein wenig Stolz, dass unsere Planungen aufgehen und sich Maravedi nun zu dem entwickelt, was wir beabsichtigt haben: Ein freundliches und dem Menschen zugewandtes Reitpferd, immer motiviert und bei der Sache.

Dies gilt es nun zu erhalten, noch weiter auszuformen und bei alldem den Leitsatz des griechischen Philosophen Xenophon (426 – 355 v. Chr.) niemals aus den Augen zu verlieren: “Hüten wir uns sehr, das junge Pferd zu verdrießen und seinen Anmut zu ersticken. Denn dieser gleicht dem Blütenduft der Früchte, der, wenn er einmal verflogen ist, niemals wiederkehrt.”

Immer wieder Sonntags …

Hallo, liebes Tagebuch! Ich bin es wieder, Deine BabyBelle.

Gestern war wieder einer dieser Sonntage, die ich so liebe. Ich war wieder ganz früh “dran”. Gewohntes Programm: Große Eimerträgerin in der Mitte, kleine Eimerträgerin oben drauf. Souverän spulte ich natürlich mein Schritt – Trab – Schritt – Halt – Mörchen – Programm ab. Und dann, der große Moment: GAAAAALOPPPP!

Hab ich natürlich gemacht! Erst links und dann rechts herum. Je zwei Mal. Ist doch auch irgendwie nix besonderes, oder? Die Eimerträger fanden das schon. Ich kann Dir  erzählen, die kannst Du vielleicht mal mit Nichtigkeiten glücklich machen…. unglaublich!

Dann war schon wieder Schluss. Lob und Extra-Futter, Fellpflege und wieder zurück aufs Paddock, mal kräftig im Sand rollen. Ich liebe Sonntage – aber das weißt Du ja schon ;-) .

Eine Woche Belgabad

Zunehmend entknittert sich der kleine Turbo. Ganz edel und keck schaut er mittlerweile aus der Wäsche, er genießt die Streicheleinheiten, die er täglich erhält, gibt schon sehr gut alle vier Füßchen und auch das Halfter wird akzeptiert.

Endlich ist nun auch das Wetter so, dass es auf die Wiese gehen kann. Hier machte der kleine Kerl die Erfahrung, dass es Böden gibt, die nicht so viel Grip haben wie der Reitplatz und Wasser + Lehm = Schmierseife bedeutet. Zweimal ging es dann konsequent auch mit erhöhtem Tempo in der Kurve auf die kleine Fohlennase.

Womit wir beim Thema sind: Bevorzugte Gangart ist nach wie vor der Galopp. Diesen gibt es zwar in unterschiedlichen Tempo-Abstufungen, aber am liebsten ist dem kleinen Drachen immer das Vollgas. Einige wenige Blicke auf dafür aber wirklich sehr gute Trab-Tritte durften wir schon erhaschen – selbstredend nicht in Kamera-Position. Bevorzugt trabt er entweder von der Linse weg, hinter seiner Mutter, hinter irgendeiner Tante oder aber wenn die Linse gerade nicht auf ihn gerichtet ist.

Hauptsächlich erprobt er gerade, was man alles mit seinem dick bemuskeltem Popo anstellen kann. So entstehen Levaden, Kapriolen und Courbettes, welche die weißen Kollegen in Wien wohl vor Neid erblassen ließen, könnten sie diese sehen.

Wir sind sehr zufrieden mit der positiven Entwicklung eines hochsportlichen Fohlens! Fortsetzung folgt….

 

Eine Woche Pause und ein neuer Bruder

Hallo liebes Tagebuch, ich bin es wieder, Deine BabyBelle. Montag und Dienstag hatte ich planmäßig frei. Ab Mittwoch wurden alle Pläne über den Haufen geworfen, weil die Eimerträger Nachwache machen mussten, alles im Stall still sein sollte – meine Mutter schickte sich an, nochmals Mutter zu werden. Nachdem nun mein kleiner Bruder von Donnerstag auf Freitag geboren wurde, am Freitag abend aber die Gemüter eher auf schlafen ausgerichtet waren und gestern die große Eimerträgerin auf Reisen war, war ich heute mal wieder dran. Selbstredend hatte ich nichts vergessen!! Ich machte alles wieder “FEIIIIIIN”, so dass schon nach kürzester Zeit Feierabend war.

Aber es gab dann noch einen Spaziergang an den Rand der Wahnbachtalsperre. Den fand ich wohl ein wenig aufregend (soooo viel Wasser!!), bin aber mutig hinter der Eimerträgerin her. Schließlich hat man ja einen Ruf zu verlieren!!

Zu Hause angekommen, durften ich noch mit den anderen das neue Herdenmitglied bewundern. Kerniger kleiner Kerl! Er hat heute probiert, was er so alles mit seinen Beinen machen kann. Meine Mutter war wie immer sehr geduldig, aber schon strenger als mit uns Mädchen.

 

 

 

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne…

Die Fohlensaison hat begonnen, Willkommen Belgabad von Sixtus aus der Belle Surprise II.

Belli, unser ‘Uhrwerk’ lieferte pünktlichst nach 334 Tagen, heute am 20.04.2012 um 02:30 Uhr den kleinen Belgabad. In Fuchs-Jacke kommt er ganz bunt daher, keck, agil und in der Erscheinung schon ein echter Trakehner, wie wir finden!

Sein Name stammt im Übrigen aus der Romanreihe Eragon. Belgabad war ein Drache, der zu Zeiten der Drachenreiter lebte und beim Fall der Drachenreiter starb, als er sich diesen im Kampf gegen Glabatorix und die Abtrünnigen anschloss. Er war der größte damals lebende Drache.

Hier ein paar Bilder vom ersten Tag unseres kleinen Drachens ;-)

Der erste Kuss von Mama..

.. und der Versuch die langen Beine zu sortieren ..

Das gelang sehr schnell, ebenso wie das Finden der Milchbar im eiltempo erledigt war. Am frühen Morgen folgte ein kurzer Ausflug, der vor allem auch fürs Wohlbefinden von Mama Belle gedacht war:

 

 

 

 

Iss mal lieber die Möhrchen! :-)

Hallo, liebes Tagebuch! Ich bin es, Deine BabyBelle, die Dir von gestern berichten will.

Gestern war Sonntag. Ich mag Sonntage! Zwar kommt das Frühstück dann was später als in der Woche, aber was soll‘s. In der Zeit mümmeln meine Kumpels und ich noch was am Heu vom gestrigen Abend – gut, frisch ist anders, aber wir kommen durch!

In jedem Falle sind die Eimerträger sonntags immer recht entspannt. Während wir den Hafer fressen, steht der ein oder andere der Sippe mit ‘ner Tasse von dem braunen Zeugs, was sie unentwegt in sich reinschütten, in der Hand bei uns und schaut uns zu.

Danach geht‘s eigentlich aufs Paddock, wieder Heu essen und vielleicht was mit meinen neuen Holzbauklötzen spielen, aber hey, gestern war ich ganz früh “dran”. Toll, toll, toll – wir machten wieder was! Ich liebe es, was zu machen! Eifrig bin ich auf die große Eimerträgerin zugewackelt. Die kleine Eimerträgerin – ich konnt‘s aus den Augenwinkeln erkennen – hat schon mal die Möhren für mich geschnitten. Prima, vielversprechend, das ließ sich gut an!! Continue reading

Baby Belle wird erwachsen

Anreiten! – Ne, wat ne Aufregung! Letztlich kann man eine Menge erwarten, kennt man doch seine vierbeinigen Kameraden, aber ein letzter Rest Unsicherheit bleibt doch immer…..

Aber, beginnen wir am Anfang: Nachdem Frost und Karneval vorüber waren, haben wir Ende Februar begonnen, BabyBelle zu longieren. Zunächst erst einmal ging es einfach am Halfter im Kreis und dann wurde der Kappzaum als Reithalfter-Ersatz in die Trense eingeschnallt, Longiergurt mit Schabracke drauf (dass da möglichst viel auf dem Rücken passiert) und erstmalig sehr lang ausgebunden.

Nachdem die ersten Longe-Übungen wirklich sehr, sehr schön funktionierten, hat sich Madame überlegt, dass sie von den ganzen “feiiiiiiiin!” den Keller voll hat und wir ihr mal getrost damit den Buckel lang rutschen dürfen. Longieren ist nervig, denn der Kappzaum fordert irgendwie mehr Gehorsam als das Halfter und spätestens als die Dreieckszügel kamen, hatte die schwarze Hippe den Kaffe auf…..

Wir fühlten uns an die Geschichte des Suppenkaspers erinnert “Nein, meine Suppe ess ich nicht!” und auch an die von uns geliebten kleinen Kotzbrocken, die sich im Supermarkt schreiend auf dem Boden wälzen und nach ihrer Mutter treten, weil sie ihr Überraschungsei nicht bekommen. – Aber es ist wohl so. In Liebe aufgezogen, wachsen im Menschen- wie im Tierreich selbstbewusste kleine Kämpfer heran und wir haben dann sowohl mit Mattes und Stern als auch mit Mama Belle ein ernstes Wort gesprochen, dass sie so ein verzogenes Fresen in die Schule schicken… ;-)   Aber wie die Mütter im Supermarkt muss dann auch der Ausbilder einfach sturer sein als sein Gegenüber und so geschehen, akzeptierte Baby Belle sehr schnell die Aufgabenstellung: In Schritt, Trab und Galopp ging es rechts wie links rum.

Aufgrund der im März vorherrschenden Trockenheit haben wir auf longieren dann in den letzen vier Wochen verzichtet und am Osterwochenende erstmalig die “Pferdeschule” wieder eröffnet. Da sie Gurt und Schabracke schon kannte, haben wir diese dann direkt durch den Sattel ersetzt. Und man glaubt es kaum: Nichts hatte sie vergessen, avancierte zur Musterschülerin. Wie eine “Alte” befolgte sie brav jedes Kommando, dass da ein Sattel auf dem Rücken lag, war irrelevant, die Bügel fest oder baumelnd – völlig egal, alles super!

Ja und da haben wir dann auch die Gunst der Stunde genutzt. Ein Bisschen hüpfen, an der Seite turnen, drüber legen, rum klettern und schlussendlich: Aufsitzen und eine Runde im Schritt geführt – BabyBelle ist angeritten!

Nicht einmal hat sie mit dem Ohr gewackelt, sich erschrocken oder gewundert, in Selbstverständlichkeit wurde der Mensch oben drauf genauso hingenommen als wäre er neben ihr auf dem Boden. Sehr begrüßt wurden in jedem Falle das Lob und die kleinen Möhrenstücke, die Nonstop in sie hineingestopft wurden. Und wir glauben, genauso wie wir, war Baby Belle auch ein ganz klein wenig Stolz …… :-D

 

 

Frühjahrsmüdigkeit oder Sonnenanbeter

Die Sonne scheint, die Temperaturen steigen – Frühjahr! Endlich! Und mit dem Frühjahr kommt dann aber auch die berühmt-berüchtigte Frühjahrsmüdigkeit. Müssen wir Menschen hartnäckig dagegen ankämpfen, so lassen sich die Vierbeiner in Wahn völlig gehen, machen aus ihrer Müdigkeit keinen Hehl, gammeln rum und genießen die Kraft der Sonne. 
 
Feechen ist die erste, die morgens kurz nach dem Frühstück liegt. Rafft sich allerdings auch sehr schnell auf und folgt ihrer kindlichen Neugierde. Objektiv untersuchen oder aber mit Frank kuscheln gehen – die Dame will bespielt werden.
 
 
Ein paar Meter weiter genießt Feechens Mutter Mirage die Sonne sichtlich und lässt sie sich auf ihren schon ordentlich gerundeten Bauch scheinen.  Oksana, auch schon sichtlich gerundet genießt  ihr Sonnenbad stehend im Hintergrund.
 
Mama Belle trägt schon zu dick an ihrem Bauch, noch gut drei Wochen stehen bist zum Fohlen auf dem Kalender. Ganz bequem scheint das Liegen nicht mehr, aber auch sie hält ihre Nase genüsslich in die Sonne.
 
Wenn Sonnenlicht auf Zwei- und Vierbeiner strahlt, wird in der Haut Vitamin D3 gebildet. Vitamin D sorgt für einen störungsfreien Calcium und Phosphorstoffwechsel. Den höchsten Bedarf haben wachsende Pferde und so sei der werdenden Mutter ihr Sonnenbad von Herzen gegönnt – ist es doch zum Wohle des Fohlens.
 
BabyBelle und Morgenstern denken an niemand anders als sich selber, lassen sich vom Schlafen und Schnarchen nicht abbringen und vor allem der ältere Herr kann durchaus etwas grantig reagieren, wird er – wie unten von Jungspund Revi - allzusehr bedrängt.
Letztlich bequemt man sich dann aber doch spätestenst fürs Abendessen aufzustehen, es gilt ja die Figur zu halten :-)  
 
 
 
 

Trakehner machen Spaß..

.. und das zeigt auch die neue Anzeige für den zweiten Verkaufstag Süd in Darmstadt-Kranichstein an Christi-Himmelfahrt.

Spaß am vielseitigen und leistungsbereiten Pferd erwartet nämlich den Käufer und künftigen Trakehner-Besitzer garantiert!

Aller Informationen zum Verkaufstag findet man auf der Seite des Trakehnerverbandes oder auch hier.

Frohes Neues!

Und ging’s auch drüber und drunter,
wir bleiben unverzagt und munter!
(Wilhelm Busch)

Wir wünschen allen Besuchern unserer Homepage ein erfolgreiches, gesundes & glückliches 2012!

Wir sagen an alle ein herzliches “Danke” für Freundschaft, Hilfe, Rat und Tat im Jahr 2011.  

Weihnachtswünsche (Tür 24)

Wir wünschen allen Besuchern unserer Homepage ein gesegnetes Weihnachtsfest und besinnliche Tage in Haus und Stall!

Heute ist Heiligabend, Zeit der Wünsche. In den vergangenen 23 Tagen haben wir einen Einblick in unsere Zucht, unsere Aufzucht, unsere Pferde und unsere Anpaarungsgedanken gegeben. Wir hoffen es hat Freude gemacht, uns täglich zu besuchen, ins Törchen zu schauen und an den Gedanken rund um unsere Zucht und unsere Tiere ein wenig Teil zu haben.

Unsere Zucht ist Leidenschaft, aus Liebe zum Pferd, aus Begeisterung für den Trakehner. Zucht bedeutet für uns mit der Natur zu arbeiten und die Evolution dann ein klein bisschen in unserem Sinne zu beeinflussen. Zucht steht für uns fernab von Massenproduktion, Embryotransfer und Leihstuten. Unsere Pferde sind Persönlichkeiten und so werden sie auch behandelt. Unsere Zucht soll vierbeinige Partner hervorbringen, die ihren Menschen – ganz egal in welchem Bereich – viele Jahre begleiten können. In den sachlichen Texten sprechen wir vom „Zuchtprodukt“, eine Bezeichnung, die faktisch wohl richtig ist, aber doch gefühlsseitig eher der falsche Ausdruck ist. Continue reading

Die Jungs (Tür 23)

Wenn der Mensch je eine große Eroberung gemacht hat, so ist es die, dass er sich das Pferd zum Freunde gewonnen hat.
(Georges Louis Marie Leclerc, Comte de Buffon)

Auch wir haben, weg von der Zucht, zwei ganz private Pferdefreunde. Herrn Stern und Mattes. Sie sind beide Vollbrüder zu Mirage und überhaupt der Grund, dass wir diese Stute unbedingt zur Zucht bekommen wollten. Herr Stern und Mattes leben gemeinsam mit dem Jungvolk im Laufstall – aktuell sind es BabyBelle und Fee.

Herr Stern, formerly known as Morgenstern, ist 1992 geboren und wechselte 2001 in unseren Besitz. Zu diesem Zeitpunkt war er erfolgreich in Springprüfungen bis zur Klasse M und war eigentlich für das was wir suchten überqualifiziert! Unsern Herrn Stern haben wir aufgrund seines außergewöhnlich coolen und lieben Wesens erworben und aufgrund dieses Wesens war es seinem Züchter auch wichtig, ihn in Händen zu wissen, in denen er nicht jedes Wochenende über vier Springen geschrubbt wird. Mit mir ist Herr Stern erfolgreich bis L geturnt (höher ist nicht mehr so mein Ding, man wird ja schließlich älter…..) und Frank hat auf ihm das Reiten gelernt. Vor 2006 haben wir uns entschieden, dass er nun „nur noch“ Franks Reitpferd ist, denn in der Saison war eine verlässliche Abstimmung von Gas und Bremse nur möglich, wenn er weniger als Lehrpferd herangezogen wurde…. – da das aber ursprünglich Ziel war …. Continue reading

Unsere Hundefamilie (Tür 22)

„Dass mir der Hund das Liebste sei,
sagst Du oh Mensch sei Sünde.
Der Hund blieb mir im Sturme treu,
der Mensch ging schon im Winde!“
Franz von Assisi

Auf drei Reiter kommen im Schnitt wohl zwei Hunde. Landauf, landab auf den Turnieren und auf Zuchtveranstaltungen werden Pferdemenschen von Pfoten begleitet, häufig buntgefleckte Jackies – wir nennen sie Kampfameisen. ;-)

Unsere Hunde sind was größer, unser neuester eröffnete den Adventskalender vor 22 Tagen. Heute soll es um andere gehen, Freunde auf Pfoten, die zum Teil schon ihren Weg über die Regenbogenbrücke gegangen sind. Continue reading

Die Freuden des Züchters II (Tür 21)

“Über die Freude Züchter zu sein II” oder “Wie binde ich möglichst viel Freizeit :-)

In vielen Züchterställen werden Stuten und Fohlen die ersten drei Tage nicht aus der Box geholt, ein Verfahren, dass uns nicht begeistern kann, wir bringen Mutter und Kind direkt am ersten Tag nach draußen. Meist nur kurz auf den Reitplatz oder auf eine kleine, ebene Wiese und auch nur für ein oder zwei Stündchen. Da das Orientierungsvermögen des Fohlens noch nicht so groß ist und Zäune, vor allem Elektrozäune, erst kennengelernt werden müssen, wird dieser Ausflug immer von einer großen Gruppe Menschen begleitet, die sich an allen „neuralgischen“ Punkten positionieren. Den Stuten tut es einfach gut, wenn sie sich nach der Geburt mal in aller Ruhe und mit genügend Platz wälzen können, die Bewegung hilft, dass noch in den Geburtswegen verbliebene Flüssigkeit besser den Weg nach draußen findet, Bewegung ist wichtig für die Rückbildung und bei allem sollten wir die Physiologie des Pferdes nicht vergessen: Das Pferd ist ein Bewegungstier, sein gesamter Organismus ist auf konstante Bewegung ausgelegt – welchen Grund sollte es also geben, Mutter und Fohlen ausgerechnet nach der Geburt einzusperren? Continue reading

Die Freuden des Züchters I (Tür 20)

“Über die Freude Züchter zu sein und das Wunder der Geburt” oder “Jeder stresst sich so gut er kann :-)

Ist der Hengst dann einmal gewählt, beginnt der nun über ein Jahr andauernde Stress… Termine, Termine, Termine und dann jede Menge Vorbereitungen, Sorgen und Ängste. Und doch: Der Lohn ist unbeschreiblich! Wir stellen am Beispiel unseres Beau Cadeau mal ein solches Züchterjahr vor:

Vor Besamung kontrolliert der Tierarzt den Follikel, besamt kurz vor Ovulation, kontrolliert, ob die Stute tatsächlich ovuliert hat und kontrolliert erneut nach 16-18 Tagen per Ultraschall auf Trächtigkeit. Zum Einen soll die Trächtigkeit erkannt und zum Anderen eine Zwillingsträchtigkeit ausgeschlossen werden. Ist die Stute tragend, ist der Züchter erst einmal glücklich und froh, die zweite Kontrolle durch den Tierarzt erfolgt nach 90 Tagen. Bis dahin hat der Fetus ungefähr die Größe eines Medizinballes erreicht. Bei Bellis Besamung mit Finley M lief dieser gesamte Prozess in Idealmanier ab. Continue reading

Prämienstute Oksana (Tür 19)

Auch wenn er es heute bestreitet, dafür dass Oksana in unserem Stall steht, ist primär Frank verantwortlich. Er entdeckte Oksana anlässlich der Landesstutenschau in Hannover 2009. Sie lief dort in der Ehrenklasse und im Gespräch mit Frau Dr. Dobberthien und unseren Züchterfreunden Schubert stellte sich heraus, dass Frau Dr. Dobberthien verkaufen wollte. Oksana hat für ihre Isabellenzucht die falsche Farbe, denn Oksana ist reinerbig braun. Ganz kurzentschlossen wurde man sich handelseinig, im Februar 2010 zog Oksana in Wahn ein.

Oksana ist Prämienstute, eingetragen in das Leistungszuchtbuch der FN (A und D) und wurde aufgrund ihrer Springnoten (Training 8,5 – Prüfung 8,75 – Endnote 8,63) anlässlich der Stutenleistungsprüfung in das GP-Programm des Trakehner Verbandes aufgenommen. In jungen Jahren brachte sie einige Fohlen aus Anpaarungen bei denen sicherlich die Springeigenschaft nicht im Vordergrund stand. Caprimond und Tanzmeister I waren hier Partner. Ihre Tanzmeister I-Tochter, die Prämienstute Orana, war Reservesiegerin der zentrale Stuteneintragung 2001 in Westfalen und wurde über den Hengstmarkt nach Großbritannien verkauft. Continue reading

Elitehengst Sixtus (Tür 18)

Drei Zuchtstuten, zweimalig zeichnet Phlox als Vater für 2012. Als dritter im Bunde stellt sich heute der Elitehengst Sixtus vor, dieser bedeutende Habichtsohn, der selber im schweren Springsport erfolgreich war und heute Nachkommen in allen drei Reitsportdisziplinen bis zu allerhöchsten Ebene stellt.

Zu Vorstellung wird im Folgenden – einmal mehr – das Hengstportrait der trakehnerfreun.de herangezogen, denn besser und umfassender kann man es wohl selber kaum erstellen.

Zunächst aber einige Informationen zur Hengstauswahl und die Geschichte wie Sixtus uns in seinen Bann zog. Zu Beginn des Jahres tagte die Mitgliederversammlung des Trakehnerverbandes in Rodgau, im Vorfeld lud das Gestüt Hörstein zu einer Besichtigungstour. Der gesamte Hengstbestand wurde präsentiert, beeindruckende Vererber in traumhaft schönem Ambiente, last but not least: Sixtus.

Das Empfinden was dieser Hengst bei uns hervorgerufen hat, kann nur ein Pferde-Mensch verstehen. Continue reading

Belle Pèlerine – Die schöne Pilgerin (Tür 17)

Nomen est Omen – Belle Pèlerine (franz. Schöne Pilgerin) ist das Produkt einer gezielten Linienzucht auf den ehemaligen Hauptvererber Pilger.

In Linie gezogen, bedeutet letztlich nichts anderes, als dass auf Mutter- und Vater-Seite gleiche Ahnen vorhanden sind. Die Linienzucht ist eine sehr mäßige Form der Inzucht, gemeinsame Ahnen sind zumeist an hinteren Stellen des Pedigrees zu finden.

Mit der Linienzucht kann erreicht werden, dass sich gewünschte Eigenschaften des jeweilig in der Betrachtung stehenden Ahnen in der Veranlagung des Zuchtproduktes festigen, sprich konsolidieren. In der Pferdezucht stehen dabei neben den reinen phänotypischen Eigenschaften wie Typ, Größe und Körperbau auch die zu erwartende Leistungsbereitschaft und Fähigkeit unter gesonderter Betrachtung. Je konsolidierter ein Zuchtprodukt ist, desto sicherer wird es ich aller Voraussicht nach bei der Vererbung der konsolidierten Eigenschaften zeigen. Da die Linienzucht bei den Trakehnern nur innerhalb der geschlossenen Rasse stattfindet, kann man zwei Systeme unterscheiden: a) Kombination zweier Linien, die zu einem Blutanschluss auf die Mutter- oder Vaterlinie führen und b) die Kombination zweier nicht direkt verwandter Linien, die in den zu beeinflussenden Merkmalen ähnlich sind. Continue reading

Belle Surprise – Die schöne Überaschung (Tür 16)

Belle Surprise – Unsere schöne Überaschung! :-)

Die Geschichte unserer „Belli“ ist die Geschichte unseres Zuchteinstiegs. Aufs Land der Pferde wegen…. Lange Rede, kurzer Sinn: Man zieht um! Beste Haltungsbedingungen für die Pferde, Futter so wie wir es wollen! NIEEEE wieder über Heumengen diskutieren! NIEEEE wieder darüber diskutieren, wie lange Pferde Auslauf haben sollen – oder ob es en Vogue ist, mit Schlaufzügeln zu reiten…

Weil man ja doch so ganz alleine nicht klar kommt, kommen ein paar Freunde mit ihren Pferden hinzu – damit man auch mal weg kann….Und es kam wie es kommen musste, eine der Einstallerstuten wurde gedeckt. Wir empfahlen, die Stute in einen entsprechenden Aufzuchtstall zu bringen, Fohlen gehören in Gesellschaft, usw. usf… Continue reading

Toulouse – Erinnerungen an einen Freund (Tür 14)

Heute ist es eine traurige Geschichte, die eim Adventstürchen erzählt wird – die Geschichte von Toulouse, den wir genau vor drei Jahren an diesem Tag über die Regenbogenbrücke geschickt haben.

Die Geschichte von Toulouse ist eine Geschichte, von Erfahrungen, die man wohl als Pferdehalter schmerzhaft selber mal machen muss und von verpassten Chancen aber auch vom Glück ein solches Pferd einmal besessen zu haben, denn dieses Glück ist vielleicht vielen nicht vergönnt! Mit Toulouse hatten wir die ganze Bandbreite durch. Vom hoffnungsvollen Youngster, den jeder haben wollte, über eine langwierige Verletzung mit Bangen „wird er wieder?“ bis hin zu einem tragischen und dummen Unfall, für den niemand etwas konnte, der ihn aber letzlich dann das Leben kostete.

Toulouse wurde mehr oder minder am Telefon gekauft – ein Freizeitpferd für Frank. Anreiten und dann sollte er fürs Spazierenreiten wohl reichen …. Continue reading

Phlox’ mütterliche Abstammung (Tür 13)

Die Mutterseite von Phlox – Die Staatsprämien- und Prämienstute Polarissima

Phlox’ Mutter, die StPrPrSt. Polarissima, war zusammen mit ihrer Urgroßmutter Parole das letzte Pferd, das bei der Auflösung des Trakehnergestüts von Werner Tyrell auf dem Karthäuserhof blieb. Für Graciela Bruch, die als Studentenreiterin nach Trier kam und über Jahre hier die jungen Pferde mitgeritten hatte, war das Fohlen Polarissima das erste eigene Pferd. Im Alter von 20 Jahren gebar die Stute ihr letztes von zehn Fohlen: Phlox. Bis zum Schluss – mit 25 Jahren – war sie noch fit und kümmerte sich mit Hingabe um die jüngsten Pferde des Hofes, bevor sie am 25. März 2010 eingeschläfert werden musste. Continue reading

Phlox’ väterliche Abstammung (Tür 12)

Der 12.12. – Da passt doch unser zweimaliger Vater für ’12 prima hinein. Phlox – Oksana und Mirage tragen von Ihm, Zeit für einen Blick auf den gewählten Vater.

Phlox wurde nach bestandener Veranlagungsprüfung 2008, in welcher er Bestnoten für Charakter und Rittigkeit erhielt , in 2009 durch den Zuchtverband Rheinland-Pfalz gekört.

“Korrekter, gut angelegter Junghengst in guter Typprägung. Sicher und immer taktrein in den Grundgangarten sich darstellend. Am Sprung gutes Vermögen und Art zeigend.” Continue reading

Maravedis Mutterseite (Tür 11)

Maravedis Mutterseite – Die Familie der Maricka O66A

Mirage vertritt die ostpreußische Stutenfamilie der Maricka, einen Stutenstamm, der auf schmaler Basis steht, jedoch mit einigen bemerkenswerten Zucht- und Sportpferden positiv aufgefallen ist.

Maricka war 1943 im ostpreußischen Kreis Schloßberg im Züchterstall Blumreiter geboren und kam nach dem Krieg zunächst bei Frau Heinschke in Setterich bei Aachen zum Einsatz. Nur mit einem Stern gezeichnet, war die Braune 1.60 m Stock groß und hatte 19,7 cm Röhrbeinumfang. Sie wurde mit 3,3,3/3,3 bewertet und 1953 auf einer Schau in Euskirchen im Rheinland mit einem II. Preis ausgezeichnet. Ihre züchterische Bilanz beläuft sich auf vier Fohlen in fünf Zuchtjahren, ihr einziger Sohn war als Turnierpferd eingetragen, blieb aber ohne Erfolge. 1956 verblutete die Stute beim Abfohlen. Continue reading

Maravedis Vaterseite (Tür 10)

Maravedi – Ein Blick auf seine väterlichen Ahnen

Das Pedigree von Maravedi liest sich wie das Who ist Who im (Trakehner-)Springsport.

Der Vater Hope of Heaven war Springsieger der Trakehner Körung 2007. Für die höchste Note im Freispringen erhielt er den Sonderehrenpreis, dabei verkörpert er zusätzlich klaren Trakehnerrassetyp mit gutem Auge und Rahmen sowie leichtfüßiger und schwungvoller Trabbewegung. Der durchdacht angepaarte Schimmel, der zusätzlich auch mit Typ, Takt und Elastizität punktete, spielte mit den Abmessungen.

Die Springbegabung des Hengstes kommt nicht von ungefähr: Sein Vater Alaskatraum ist Sohn des legendären Abdullas aus einer Habicht-Mutter und selbst hocherfolgreich über den Stangen unterwegs. Continue reading