Adventstürchen 23 – 2014 / Flugstudien

Tür23-2014

Papier ist ja bekanntlich geduldig, das www ebenso und es verteilt sich darin ja auch alles viel leichter. In Bits und Bytes in sekundenschnelle rund um den Globus. Auf der einen Seite toll, auf der anderen aber auch eine echte Aufgabestellung an den Formulierenden.

Wir schreiben immer, dass unsere Pferde springen können und wollen doch zumindest heute mal fotografische den Beweis antreten. Dieses Türchen wurde im Übrigen von einem auf den anderen Tag verschoben, das Regenwetter machte Freispringen quasi unmöglich. Am Sonntag stoppte das Wasser dann mal einen Moment, der geneigte Leser mag also die schlechten Lichtverhältnisse bitte ebenso verzeihen, wie die etwas angeschmuddelten Schmutztiere  – ganz trocken und sauber waren sie dann eben doch nicht zu bekommen.

Ein befreundeter Züchter sprach letztlich lachend davon, dass wir vermutlich anstelle des Stalles einen Hangar hätten, wo wir doch so viele Flugzeuge hätten und wollten 🙂

Nun denn, bitte sehr, hier aus Hangar „B“

BellePelerine von Sarafan aus der Belle Surprise von Verdenas. BabyBelle brauchte aufgrund ihrer Größe sicher ein Jahr länger, bevor sie für das Springen genügend im Gleichgewicht war.

IMG_2644 IMG_2635Sie hat viel Ehrgeiz, ist mutig, vorsichtig und springt sehr kraftvoll. Aufgrund ihrer Größe muss sie in den Distanzen schon mal was tricksen, das macht sie aber auch klug.

Belle Francaise von Icare D’Olympe AA aus der Belle Surprise von Verdenas. Franzi springt natürlich noch nicht regelmäßig und auf gar keinen Fall hoch.

IMG_2669 IMG_2665Gestern sah sie das 5. Mal Stangen und wir haben das erste Mal fürs Foto überhaupt aufgelegt, sonst lassen wir sie im Anschluss an die anderen einfach nur durch die Reihe laufen, wenn die Stangen an der Erde liegen. Interessiert, ehrgeizig und reaktionsschnell kann man sie beschreiben. Die macht bestimmt auch einen tollen Job, wenn sie erwachsen ist.

Der Grieche fehlt in der Riege leider, er gehörte ja auch zu Hangar „B“, aber wie gestern berichtet, wohnt er ja noch aushäusig.

Deswegen geht es mit Hangar „M“ weiter:

Maravedi von Hope of Heaven aus der Mirage von Sarafan. Unser allererstes Zuchtprodukt, geboren 2009.

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Zur Vorauswahl sagte Lars Gehrmann damals „Einer der besten, wenn nicht der beste am Sprung, den ich dieses Jahr sah.“ Maravedis erster Einsatz im Sport ist für 2015 geplant.

Masurenfee von Bonaparte N aus der Mirage von Sarafan.

10407644_731242553603420_1025035806175849293_n IMG_1770 IMG_1765Staatsprämien- und Prämienanwärterin. Von ihr nehmen wir nur Bilder aus der Retorte, denn aktuell scheint ihr Passagier etwas zu drücken und sie mag überhaupt nicht hinten aufmachen. Das hat aktuell wenig mit gutem Springen zu tun, aber BabyBelle stellte sich als Erstgebärende ja ähnlich an – da fiel ja sogar das Laufen schwer und sie erinnerte an die schwangeren Frauen, dies sich immer das Kreuz halten. 😉

mirarfsMirar von Phlox aus der Mirage von Sarafan. Seit Ende November ist er Wallach und wird nun zu Beginn des neuen Jahres langsam die ersten Erfahrungen mit dem Reiter machen. Alles ganz piano, keinen Stress, er wird ja erst im Mai tatsächlich dreijährig.
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Alle drei Mirage-Kinder springen ähnlich: Mutig, ihren Körper nutzend, absolut elastisch und mühelos. Von Natur aus haben sie ganz viel Übersicht und wollen keinen Fehler mache.

Last but not Least, aus Hangar „O“:

Oka-Blümchen von Phlox aus der Oksana von Consul. GP-Anpaarung Springen. Blümchen springt mit Ehrgeiz und Vorsicht. Auch sie hat die Stangen bislang nur fürs Durchlaufen gezeigt bekommen, mal einen kleinen Steil.

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Die selbstverständliche Gelassenheit und das Körpergefühl ihres Halbbruders Mirar hat sie noch nicht ganz, sie ist aber eh ein Pferd, was mehr Augenmerk auf die Selbstdarstellung legt 😉 Trotzdem stimmen Engagement und Aufmerksamkeit, sie wird sich mit der nötigen Routine sicher auch noch gelassener zeigen. Dies war Blümchens sechstes Stangen-Event.

Wir glauben, dass es uns gelungen ist, hier eine Basis mit ordentlichem Potential zu schaffen. Die Kunst wird nun darin liegen, diese Damen gut anzupaaren, damit es in Generations-Schritten nach vorne gehen kann.

Eines scheint zumindest schon heute sicher gestellt: Wenn man mit denen bei einem Ausritt auf einen umgestürzten Baum trifft, muss man nicht zur Sicherung des eigenen Lebens wieder umdrehen :-).

Alle diese Bilder entstanden im Übrigen mit exakt zwei Personen auf dem Platz: „S“ und „F“. Und wer schon einmal fotografiert hat, weiß, dass da mit „noch ein bischen Peitschenführung nebenher“ nicht viel los ist. Alle diese Bilder haben also überhaupt in der Form mal eben schnell zwischendurch entstehen können, weil die Pferde diese Aufgabe gerne und freiwillig machen! – Klar, sie wissen, am Ende des Kanals gibt es ein Möhrchen, aber soviel Lob dürfte ja erlaubt und gewünscht sein, oder?

Ein Gedanke zu „Adventstürchen 23 – 2014 / Flugstudien

  1. hallo simone,
    90% aller trakehner haben einen dressursattel aufgezwungen bekommen, weil
    sie ja eh nicht springen können.
    hier beweist man mal das gegenteil.
    zum glück gibt es noch ein paar wenige unerschrockene,nervenstarke,
    sich dem mainstream wiedersetzenden, über generationen züchtenden und mit
    dem weitblick in die zukunft -züchter von trakehner springpferden-
    s und f, weiter so.
    vg
    horst

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