Türchen 20 – Kritische Auseinandersetzungen

AK20

Ehrlicher offener Streit bewegt weit mehr als bedeutungsvoll aufgemachtes Geplänkel hinterücks.

Dieses Kapitel beschreibt, dass von Anbeginn der Gebrauchspferdezucht unterschiedliche Meinungen vorherrschten, man um Bedeutung der Prioritäten gerungen hat und die Verantwortlichen schon immer mit Kritik leben mussten. Auf verschiedene Persönlichkeiten des Zeitraums 1800 – 1950 geht Köhler in seinem Buch ein.

So stand Landstallmeister Wilhelm von Burgsdorf zu seiner Zeit stark in der Kritik, weil der den Orientalen den Vorzug vor den englischen Vollblütern gab. Die Kritik nahm viele Wege, zum einen über das Ministerium, denn schließlich war die Armee der wichtigste Abnehmer, und zum Anderen ganz offen und deutlich in der Presse – Beispielsweise den „Hippologischen Blättern“. Köhler schreibt dazu:

Dies geschah allerdings sehr viel hartnäckiger und schärfer, als dies heute in ähnlichen Auseinandersetzungen zutage tritt, wenngleich Ehrerbietungserklärungen und Höflichkeitsfloskeln zu einer Art Ölbegießung der Wogen einflossen.

Es folgt ein Text zum verehrten Lehndorff und auch er musste sich rechtfertigen. Für die kleineren der Population – man schrie nach Größe und Kaliber, für die kleinen gab es nur das halbe Geld. Mehrtägig tagte die Landes-Pferdezucht-Kommission jährlich im Reichtagsgebäude Berlin, die Protokolle der Sitzungen umfassten zum Teil mehrere hundert Seiten. Aber über den Streit und die Notwendigkeiten, begann sich auch die Privatzucht zu emanzipieren.

Praktischer Sachverstand und souveräne Äußerungsweise zeichenten den Oberlandstallmeister Graf Lehndorf aus. So fackelter er nicht lange, als – Parallelfall zu heute – die Benutzung von Vollbluthengsten stagnierte, sondern setzte eine praktische Maßnahme durch, die hier wieder normalisierte was im Argen lag: Wenn Vollblutnachkommen als Remonte angekauft wurden, erstattet man dem Züchter das Deckgeld.

Als Graf Lehndorff nicht mehr lebte und Burchard von Öttingen an seine Stelle trat, erhitzte der erste Weltkrieg die Gemüter. Man forderte scharfe Leistungsprüfungen für Beschäler – obwohl Lehndorff schon zuvor die Sattelkörung eingeführt hatte – und diese Leistungsprüfungen kamen: 1925 wurde die Hengstprüfungsanstalt Westercelle in Hannover, 1926 die Hengstprüfungsanstalt Zwion in Ostpreußen gegründet.

In der Beschreibung folgt dann Gustav Rau, späterer preußischer Oberlandstallmeister, der einen Abschnitt von unübersehbaren Fortschritten begleitete.

Unorthodox, gänzlich unbekümmert und ohne Respekt vor „Talaren“. Während er alte Zöpfe abzuschneiden versuchte, setzte er modern-fortschrittliche Alternativen dagegen. Er wurde als Dilettant beschimpft und bekämpft, bis er sich durchsetzte. Mehr genial, als pingelig. Formalistische brandmarkte er, Fehlerguckerei setzte er kühne Thesen entgegen.

Rau schuf den Vorläufer der heutigen FN, brachte die Deutsche Reiterei zurück auf die internationale Bühne trug maßgeblich zur Entwicklung der ländlichen Reit- und Fahrvereine bei.

Zitat aus Rau’s Buch „Die Reitkunst der Welt“, 1936: Man zweifelt nicht mehr daran, daß die Zufuhr von Vollblut in die Halbblutzucht nur einer der vielen Faktoren ist, die das vollendete Reitpferd machen können. Die Pferdezucht muß dem Reiter künftighin viel allgemeiner als bisher ein Pferd in die Hand geben, das durch seinen Bau und sein Temperament schon die ersten Anfänge der Ausbildung hinter sich hat. Dieses Modell darf nicht nur das hin und wieder vorkommende Spitzen- oder Ausnahmepferd sein, nein, es muß den Gesamttyp einer jeden Zucht ausmachen.

Sieht Köhler dies Anfang der 80er noch kritisch in der Masse der Umsetzung, so denken wir, dass dieses Ziel zu Beginn des Millenniums sehr gut erreicht war… wir uns allerdings aktuell wieder zurück entwickeln – doch dies ist unsere ganz persönliche Einschätzung und zunächst erst noch ein Zitat, welches unsere eigene kritische Auseinandersetzung einleiten soll:

Der Züchter ist Nutznießer staatlicher und verbandlicher Maßnahmen. Dies weiß er zu schätzen. Da aber kein anderer als er selbst immer dann die Zeche zahlen muß, wenn etwas nicht läuft, muss man ihm schon konzidieren, daß er an kritischen Auseinandersetzungen teilhat. Keine Zuchtleitung ist unfehlbar, und deshalb sollte sie sich auch nicht zu einseitig mit Verantwortung beladen. Der, den der Schuh drückt, bemerkt dies früher und nachhaltiger, als jener dem er von seinem Schmerz erzählt. […] Im Übrigen: Kritische Auseinandersetzungen – nicht allerdings ohne den Spiegel zu Haus – bleiben Voraussetzungen für weitere Erfolge und Fortschritte!

Da wären wir also angekommen, bei den kritischen Auseinandersetzungen im 21. Jahrhundert und wie sie so unserer Meinung nach aussehen (müssten). An diesem Thema haben wir schwer „gekaut“, denn es ist wirklich umfassend und vielschichtig – alleine damit könnte man ein kleines Buch füllen, wollte man jeden Aspekt genauestens beleuchten.

Bevor wir loslegen noch kurz zur Begrifflichkeit der Kritik: Kritik steht für die Äußerung der zuvor erfolgten prüfenden Beurteilung anhand von Maßstäben – die Philosophin Anne-Barb Hertkorn beschreibt sie als „eine Grundfunktion der denkenden Vernunft“.

Um also Kritik zu üben, sich kritisch auseinanderzusetzen, gilt es zunächst, die richtigen Maßstäbe anzulegen.

Der Maßstab für die Pferdezucht war schon immer der Markt, auf dem die Produkte abgesetzt werden. Diesen Markt können wir heute grob mit „Reitsport“ erfassen. Ob das nun auf Turnieren – egal in welcher Disziplin – organisiert erfolgt, in Jagdgesellschaften oder schlicht zum privaten Vergnügen – alle Menschen, die ihre Freizeit auf einem Pferderücken verbringen betreiben Reitsport.

Die Ansprüche, die ein Reiter an ein Pferd hat, haben wir in den letzten 19 Tagen bereits erarbeitet.

Die Protagonisten des Marktes sind: Züchter, Hengsthalter, Zuchtverbände, Reiter und die FN als Dachorganisation.

Für die Qualität der Gesamt-Zucht ist – ebenso wie schon vor 100 Jahren – die Zuchtleitung maßgeblich verantwortlich. Sie gibt die Richtung vor. Gleichauf steht aber heute der Züchter, der die Gesamtpopulation durch beisteuern der entsprechenden Individuen aus seinem Stall maßgeblich mitverantwortet.

Der Züchter „bedient“ aus seiner Börse den Verband und den Hengsthalter, welcher wiederum für den Zuchtverband eine wesentliche wirtschaftliche Größe darstellt!! Denn, und das unterscheidet uns heute im Wesentlichen von der Situation zu Zeiten der Herren Lehndorff, von Oettingen und Ehlert, die Zuchtverbände leben alle mehr oder minder auch von ihren, an die Körung angegliederten, Hengstmärkten!

Spätestens nun erkennt man den Interessenkonflikt, den wir gerne an auch einem Beispiel erörtern wollen:

Der Hengst A wird auf dem Hengstmarkt zweieinhalbjährig verauktioniert. Wir nehmen einen Preis von 50.000 Euro an. Im nächsten Jahr darf er erstmalig decken und der Hengsthalter veranschlagt eine Decktaxe von 500,00 €. Wir wissen heute, dass ein Hengst sich in den ersten drei Jahren amortisieren muss (dazu noch später) und so kommt es zu folgender Rechnung: Hengst 50.000 € + 18.000 (entspr. 6000 € pro Jahr Versorgung / Unterbringung / Veterinär / Leistungsprüfung etc. für 3 Jahre) = 68.000,00 €

Um diese Summe wieder rein zu spielen, muss der Hengst also 136 Stuten in den ersten drei Jahren decken, sprich 45 / 46 pro Jahr. Ab dem vierten Jahr reichten 12 pro Jahr um seine laufenden Kosten selber zu tragen…. 46 Stuten sind in einer Populationsgröße, wie sie bei den Trakehnern existiert, kaum zu erreichen. Hier teilen sich rund 200 Hengste aktuell 1000 Stuten…

Das heißt, Trakehner Hengste müssen zwingend auch in der Landeszucht einsetzbar sein, um vor wirtschaftlichen Gesichtspunkten bestehen zu können. Und nun kommt der HLP-Zuchtwert, bei dem alle Hengste die a) wenig gekörte Nachkommen haben oder b) aus dem Ausland stammen oder c) von Blütern (xx / ox / AA) stammen benachteiligt werden, da zu diesen keine / kaum HLP-Zuchtwerte vorliegen. Letzterer wird aber auch als Grundlage für eine Zulassung zu den einzelnen Zuchtbüchern herangezogen.

Das Ergebnis ist eindeutig: Vorne stehen die Vieldecker großer, schon lange stark in die Landespferdezucht eingebundene Stationen. Vererber, die aus dem Ausland stammen – und seien sie auch noch so bedeutend – haben das Nachsehen, da in Deutschland keine Daten für sie vorliegen. Der hart geprüfte Icare d’Olympe AA, der im Übrigen in seinem Heimatland Spitzenzuchtwerte ausweist, wäre ein solches Beispiel. Irrsinn? Ja, das will man wohl meinen!!

Dazu kommt die aktuelle Mode: Schwarz soll das Hengstchen am besten sein – oder zumindest mal dunkelbraun, denn die Züchter nutzen keine Füchse (denn die Abnehmer kaufen am liebsten dunkel) … und nutzen keine Blüter… und keine Kleinen ….und keine, die nicht spektakulär traben….- Ja, da kann man auf mancher Körung im wahrsten Sinne des Wortes tiefschwarz sehen…

Dem Individuellen wird einfach der Geldhahn abgedreht. Schimmel, Füchse, Blüter, Spätentwickler, sie alle fallen allzu leicht durchs Raster. Visionen treten zurück und machen dem Turbo-Kapitalismus Platz. Mittendrin in dem ganzen Schlamassel, wir erinnern uns: Die Zuchtleiter…. Vor 100 Jahren haben die Herren drauf gepfiffen! Sie haben den kleinen, blütigen einfach als Hauptbeschäler mitgenommen – Man denke an Pythagoras!

Zurück ins Jetzt: Glücklich verauktioniert, deckt also der junge UNGEPRÜFTE Hengst im ersten Jahr 50 Stuten und erfüllt damit tatsächlich das gesetzte Teilziel des Hengsthalters. Auf die anzupaarenden Stuten nimmt die Zuchtleitung so gut wie keinen Einfluss. Die ersten Fohlen fallen und werden in Augenschein genommen. Im günstigsten Falle hat es gepasst, im weniger günstigen…Und nun stelle man sich vor, man würde – wie vor 100 Jahren – von Zuchtleiterseite konstatieren „Hengst A taugt in seiner Vererbung nur wenig, wir empfehlen ihn zu kastrieren“ … Wenn man das jetzt im persönlichen Kopfkino noch mit Personen verknüpft – doch, das hat was! 🙂

Meist regiert aber das Geld weiter. Einige Nachkommen des Hengstes A werden über Auktionen verkauft, der marketingkundige Hengsthalter kauft – gerne auch über Strohmänner – zu utopischen Preisen, denn er weiß, damit sind ihm die Schlagzeilen der Presse sicher, der Züchter denkt „oh, das will ich auch“ und schwuppdiwupp, auch im zweiten und dritten Jahr stimmen die Bedeckungszahlen für Hengst A.

Parallel dazu, hat selbiger gerade vielleicht eine unterdurchschnittliche HLP abgelegt und sich bei einigen Auftritten möglicherweise selbst ins Abseits gestellt. Aber vermehrt hat er sich trotzdem erstmal entsprechend. Was dann folgt ist aus monetären Gesichtspunkten egal – zumindest dem Hengsthalter. Der Züchter allerdings guckt in seinen Stall und hätte sich doch mehr erhofft, ebenso wie die Zuchtverantwortlichen…

Vor 100 Jahren, wäre das alles nicht so schlimm gewesen, denn wenn es überhaupt so weit gekommen wäre, wären die Nachkommen des Hengstes A als Armeepferde bald den Weg alles Irdischen gegangen.

Aber heute sind wir ja schneller als früher und halten es „modern“, wir erzielen innerhalb von drei Jahren den ersten „Zuchtfortschritt“, nämlich wenn die Nachkommen des Hengstes A ebenfalls ins Zuchtgeschehen einsteigen. Seine Söhne erhalten das Körprädikat, seine Töchter werden Zuchtstuten. Das alles zu einem Zeitpunkt, zu dem weder ein einziger Nachkomme bereits im Sport angekommen sein kann, noch Hengst A seine eigene Leistung im Sport wirklich unter Beweis stellen konnte…..

Ist das eine Selektion, die Reitpferde gesichert hervorbringt? – Wir meinen nein!

Wie Köhler zuvor erwähnte,  fehlen die „universellen“ Pferdekenner und damit sich auch jeder was unter den Youngsters vorstellen kann, hat sich ein weiterer Dienstleistungssektor entwickelt: Die Vorbereiter! Nein, heute reicht es nicht mehr, ganz unverblümt seinen jungen Hengst von der Weide zu ziehen, ihn hinzustellen und zu sagen „Da, guckst Du!“ – Heute wird frühzeitig aufgestallt und trainiert wie noch nie. Vorne, rechts, links und hinten – überall plastikraschelverstärktes Peitschengewedel. Je mehr Spektakel, desto mehr klingelt die Kasse. Wir kören nicht nur das Pferd, sondern auch die Vorbereitung!! Zweieinhalbjährige müssen im Prinzip schon die Konstitution eines sechsjährigen haben. Auf der Strecke bleibt die pferdegerechte Aufzucht!

Zeitgemäß, vor allem auch mit Blick auf den Tierschutz? – Wir meinen nein!

Neben Farbe, Spektakel und anderen Eitelkeiten hat ein Thema heute sehr, sehr große Bedeutung im Verkauf. Die Röntgenbefunde! Um deren Sinn und Unsinn wird es sich morgen noch drehen, aber Fakt ist, dass diese den Verkaufspreis eines Pferdes erheblich mit beeinflussen. Wie kann es dann also sein, dass dem Züchter in Deutschland diese Erkenntnisse noch immer vorenthalten werden? Gesundheitsdinge werden hinter vorgehaltener Hand erzählt (Gott bewahre, man würde es öffentlich tun!), um möglichen Schadensersatzklagen aus dem Weg zu gehen. Und so könnte es geschehen, dass ein Jüngling, der aufgrund seiner in der Qualität nicht ausreichenden Röntgenbefunde nicht verauktioniert wurde, nach der Körung auf der Station seines Ausstellers bleibt und im nicht informierten Publikum gemunkelt wird „Ja, der Herr X weiß schon wen er behält – immer nur den Besten!“… Ahja!

Ist das unter offener und fairer Betreuung der Züchter zu verstehen? – Wir meinen nein!

Über allem steht als organisierender, regelnder Dachverband eine FN, die sich, dem Anschein nach, vor allem anderen selbst verwaltet! Lobby-Arbeit ungenügend! Wie anders könnte es sonst zu solch katastrophalen Diskussionen wie der um den Heißbrand oder der um die Pferdesteuer kommen? Da wartet man – scheinbar friedlich schlafend – in Warendorf, bis wir Züchter als Tierquäler in der Ecke stehen! Man sieht seelenruhig zu, wie sich in der Öffentlichkeit ein Bild von den super-reichen Pferdeleuten verbreitet, um den Weg zur Pferdesteuer zu ebnen. Und es gelingt seit Jahren nicht, die Reiter mit Hintergrundwissen um Zucht und Aufzucht zu versorgen und sie dadurch auch zu kundigen Käufern zu entwickeln. Die Reiter in die Lage zu versetzen, Ihre eigenen Werte zu entwickeln, auf welche Herkunft sie wert legen. Artgerechte Aufzucht, Gesundheit und Fütterung, all das sind heute Riesenthemen! Wieso denn erst, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen sein kann? Dass dies von Anfang an Geld kostet muss vermittelt werden können – auch und vor allem im Sinne des Tierschutzes!! Dass eine gute Aufzucht Kosten in der Zukunft spart – Kosten, die sonst der Reiter trägt.

Wäre es ein zeitgemäßer Gedanke Qualitätssiegel einzuführen? Nicht nur für die Ausbildungs- und Haltungsbetriebe, sondern beispielsweise auch  für die Zuchtbetriebe?

Man schaut in Warendorf zu, wie ein komplettes Marktsegment mittlerweile von ausländischen Rassen wie beispielsweise dem PRE bedient wird – Rau dreht sich vermutlich im Grabe!

In diesem Thema kann man sich unendlich ergehen. Für jedes Argument gibt es auch ein schlüssiges Gegenargument, Begründungen wieso so und nicht anders. Und beileibe sind die obenstehenden Dinge kein reines Trakehner-Thema – Alle Zuchtverbände sind betroffen.

Ein nicht weg zu argumentierender Fakt ist aber : Deutschland hat die absolute Spitzenposition der „Pferdezucht-Länder“ an andere verloren. Man schaue nur zum direkten Nachbarn Holland, der sich – ganz nebenbei bemerkt – vor allem der deutschen Genetik bedient. Für den Gesundheit der Zuchttiere kein Tabu-Thema ist und der sich nicht scheut seine Prädikate stückweise zu vergeben.

Kritische Auseinandersetzungen sind zwingend notwendig. 1888 tagte man drei Tage im Reichstag zur Förderung der Pferdezucht, heute verwenden die Mitgliederversammlungen der Zuchtverbände mehr Zeit auf Satzungsänderung, Aktivitäten und Berichterstattung als auf wirkliche Zuchtthemen – Es wird viel zu wenig offen diskutiert. Es menschelt und der Eine gönnt dem Anderen nix.

Es wird auch zu wenig in Erfahrung gebracht, was der einzelne Züchter möchte und eines sollten sich unsere gewählten Vertreter schon vor Augen führen: Wir haben sie nicht gewählt, damit sie über unseren Kopf hinweg Dinge entscheiden, ohne uns in die Diskussion mit einzubeziehen, sondern zur Vertretung unserer Interessen! Wer dazu nicht Willens und in der Lage ist, ist unserer Meinung nach fehl am Platze!

Änderungen sind in einigen Bereichen notwendig, wie tiefgreifend diese sein sollen, muss die Menge der Züchter entscheiden – denn sie werden die Zeche zahlen. So oder so. Die Zucht braucht mehr Ehrlichkeit – in beide Richtungen! Auch der Züchter muss sich seiner Verantwortung mehr bewusst werden und der Schrei nach „dem Verband“ der für dies oder jenes verantwortlich sei, ist schon lange nicht mehr zeitgemäß.

Wir schließen an der Stelle mit zwei, für uns treffenden, Zitaten von Albert Einstein (1879–1955):

Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind. 

 

Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert.