Türchen 1 – On the road again

So, nun ist er da der Dezember….. Und mit ihm wieder der Adventskalender, dessen Türchen in jedem Jahr schwerer zu füllen sind, will man doch nach Möglichkeit Wiederholungen vermeiden.

Wir wollen dieses Jahr mit einem Rückblick auf alle möglichen Reiseaktivitäten starten. Gefahren wurde im Übrigen meist mit einem der bösen, Dieselbetriebenen SUV, aber zumindest hat dieser ja eine besser Co² Bilanz als der Benziner…

Los ging das Ganze im Mai, nachdem festgestellt wurde, dass das zunächst auserkorene Vatertier – bzw. die von ihm in diesem Zusammenhang relevante Komponente – sich offenbar nicht gerne versenden lässt. Und schon gar nicht Over-Night. Da war am Morgen dann nicht mehr viel los in Samenhausen. Zwei Stuten mit unterschiedlichen Ovulationszeitpunkten führten zu beeindruckenden Stunden auf nordrheinwestfälischen Autobahnen, die langen Standzeiten garantierten, dass die umliegende Landschaft – wenn auch wohl bekannt – doch das ein oder andere Mal in vollen Zügen genossen werden durfte….Nachdem sich aber trotz aller Reisebemühungen kein Erfolg einstellte, wechselten wir den Aspiranten. Und da man den ja auch gerne persönlich in Augenschein nimmt, fährt der interessierte Züchter an einem sonnigen Wochenende dann in die tiefe Eifel und besucht den neuen Herzkönig. Hier wird nun große Freude – ein ganz wundervoller Samen gesandt, dieser aber dafür dann nicht pünktlich…

Der Paketdienst in diesem Sommer wies doch deutliche Defizite bei der Interpretation von „Bis acht Uhr“ aus. Eine etwas kreative Interpretation der Hausnummern ist man ja schon gewohnt – und die Nachbarn wundern sich auch fast gar nicht mehr, wenn man morgens in aller Frühe bei ihnen suchend durch den Vorgarten schleicht – dass man aber seinen Arbeitsplatz kurz nach Erreichen wieder verlassen muss, weil der Samen jetzt doch zugestellt wurde und das gute Zeugs ja nicht im sonnigen Eingang stehen bleiben soll, bis der am morgen zur Besamung erschienene und mangels Material wieder weggeschickte Tierarzt, am späten Nachmittag dann erneut erscheint. Ein Hoch auf die Gleitzeit und einen recht heimnahnen Arbeitsplatz!!

Neben diesen „regulären“ Alltagsfahrten sowie den Fahrten zu Training oder Turnier, stehen dann die besonderen Events an – so zunächst Glücks Reise zur Zentralen Eintragung: Verladen hatten wir nicht groß geübt, ging direkt top, also ging es los zur ZSTE. Kurz hinter Seelscheid – also gut 15 km gefahren – rumpelte es vernehmlich: Sie war mit dem Halfter an einer Öse hängen geblieben (zum Teil sehr dämlich gelöst im Übrigen bei diesen höhenverstellbaren Bruststangen), hat sich aufgehängt, das Halfter riss und ihr hat es die Hinterbeine unterm Körper nach vorne durchgeschoben. Ergo: Sie lag mit Kopf Richtung Rampe auf dem Kreuz. Das Drehen ging dank der durch schwingenden Trennwand gut, Ersatzhalfter drauf, Rampe auf, ausgeladen. So weit so gut, außer ein paar Schrammen nix passiert. Nun stehen wir da – Sonntags morgens auf der Bundesstraße und verladen erneut (Stute ging ohne großes Zögern direkt wieder auf den Anhänger) – und konnten nur mit Fassungslosigkeit das Verhalten anderer Verkehrsteilnehmer erdulden. Trotz winken, trotz der Tatsache, dass da offensichtlich ein großes Tier mitten auf der Straße steht, wurde in Höchstgeschwindigkeit an uns vorbeigerast. Herr Vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun….. An dieser Stelle einen besonders schönen Gruß an den sonnenbebrillten, coolen Herrn im dunklen soundbetonten BMW: Junge, wenn Dir ein Pferd durch die Windschutzscheibe fliegt, hast Du mehr als nur die Haare durcheinander!…

Logistische Höchstleistung war dann die Landesstutenschau. Vier Gespanne mit sechs Pferden machten sich auf den Weg nach Wickrath – das war nur mit ganz viel Unterstützung möglich! An dieser Stelle auch nochmal Dank an alle Mitwirkenden.

Und last but not least ging es mit Wohnmobil und zwei Pferden nach Neumünster zum Freispringcup. Trotz vielen Staus (3 Stunden für die ersten 150 km) kamen zufrieden Heu mümmelnde Glück und Flieger in Neumünster an und wir hatten ein paar aufregende Tage im hohen Norden, bevor es dann für Glück wieder alleine gen Heimat ging. „Unser“ Flieger blieb im Norden und wir dort im Sinne seiner neuen Besitzer vielseitig ausgebildet.

In Summe sind wir mit und für unsere unterschiedlichen Pferde in diesem Jahr sicher über 5000 km gereist. Übern Winter bleibt es nun ruhig, spätestens im Frühjahr heißt es dann aber wieder „On the road again!“ J

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