Türchen 11 – B… B… B.. Zauberfranzi :-)

Nachdem unser Adventskalender sich dieses Jahr schon zum achten Mal jährt, brauchen wir zur Abstammung unserer Pferde nicht mehr zu referieren. Dies ist zu Genüge geschehen und wir laden alle Erstbesucher herzlich ein, die Suchfunktion zu nutzen. Nachdem wir gestern kurz auf BabyBelle,die in 2019 wieder Mutter wird, schielten, gehört das heutige Türchen Belle Francaise. Oder Zauberfranzi  oder schlicht Franzi – der geneigte Besucher wird bei seiner Suche fündig werden 😉 .

Dieses Jahr sollte es los gehen mit unserer Franzi! Fünfjährig, gerade passend für den Start in Springpferde-Prüfungen. So war der Plan.

Hin und wieder bestimmen ja auch andere berufliche Themen den Tagesablauf und so schien der Mai als realistischer Zeitpunkt Training und Turnierstart aufzunehmen. Und dann war Karen krank. Krankenhaus, völlig out of Order, das komplette Paket! – Nix war es mit reiten.  Und dann wurde es heiß! … So heiß! Und so trocken!!

Lange Rede kurzer Sinn: Bis wir tatsächlich ins Training starteten, wurde es Ende Juli. Training immer auf Zuruf, wenn es mal geregnet hatte, denn so toll die Böden, die richtig viel Wasser vertragen ja auch sind, 2018 waren sie kontraproduktiv. Nicht nur einmal musste das Training ausfallen, weil der Platz  nicht bereitbar war.

Und so nahm Franzi dann tatsächlich bis zu ihrer ersten Springpferde-A im Oktober an vier Trainings teil. 🙂  Davon sprang sie auch wirklich einmal einen kompletten Parcours….

Als sie dann in Köln Weiß an den Start ging, hätten wir es ihr wirklich was weniger glotzig gewünscht. Bei 1 ging es los mit einer roten Planke, 2 folgte auch mit irgendeinem Unterbau… Welle, Gatter, es war alles vorhanden.

Aber sie machte einen super Job, sprang gut und ohne Fehler, was noch etwas fehlte war die letzte Kraft und die Souveränität im Rhythmus zwischen den Sprüngen. Sie hätte die Vorderbeine noch etwas mehr anheben dürfen und sie war auch nach der letzen Wendung sichtlich geschockt, dass da noch ein Sprung kam, denn den hatte sie nicht mehr erwartet. Belohnt wurde das Ganze mit einer 7,0 und damit waren wir mehr als glücklich und zufrieden für den ersten echten Springparcours ihres Lebens.

So darf sie nächstes Jahr dann auch noch Springpferde A gehen. Die Kraft und die bessere Technik wird mit der weiteren Ausbildung schon kommen. Wichtig war, dass die Einstellung stimmte – und das tat sie :-)!!

Kaum begonnen, war die Saison 2018 dann damit auch schon am Ende. Am 28. Oktober ging es mit mir nach Greven zur Trakehner VS-Sichtung. Im Nachgang betrachtet war Greven sicher nicht de richtige Ort für den Einstieg über feste Hindernisse, denn da war gar nichts, wo man das unerfahrene Pferd einfach nur so ein bisschen nett drüber reiten konnte. Darüber hinaus ereilte uns kurz vor Ankunft auf den Trainingsplatz eine sehr traurige Nachricht  – am frühen Morgen war mein Papa gestorben…. Es kam wie es kommen musste, die Nerven beim Reiter lagen blank, Franzi übersprang sich am ersten Baumstamm enorm, erschrak sich brutal vor meinem darauf hin zufassendem Bein und bockte los, als gäbe es kein Morgen mehr. Ich habe wirklich gekämpft, dem Vernehmen nach auch lange erfolgreich, aber schlussendlich musste ich mich der Schwerkraft geschlagen geben: Mit Schwung landete ich im Gevener Sand (und hatte EINE WOCHE lang KÖRPER!!!)

Danach lief es aber besser. Der erste Schreck war verdaut, sie machte einige sehr gute Sprünge und wurde für ihr Vermögen gelobt. Sie ging super durchs Wasser und zog im Galopp mal richtig los, aber dann war auch der Akku leer! Ganz plötzlich merkte man, dass da vor allem geistig gar nichts mehr ging! Genug Neues aufgenommen. Genug gelernt. Es reichte! Zeit Schluss zu machen.

Seitdem hatten wir sie zum Training mal mit auf dem Annaberger Hof, das klappte ganz gut. Ganz anders als bei Fee, die selbstbewusst auch alleine ihr Ding macht, ist bei Franzi das getrennt sein von ihrer Herde, ihren Freunden, ein Thema. Auch mal eben zur Überzeugung „anpieksen“ wenn sie noch nicht in ihrer Situation angekommen ist, funktioniert nicht, denn dann schmeißt sie den Schleudersitz an. Und das dann auch nachdrücklich!

Sie braucht ihre Zeit, sie muss das alles verstehen, dann klappt es gut. Das ist auch etwas, worauf man sich als Reiter einlassen muss. Aber bei all dem macht sie unterm Sattel wirklich viel Spaß! Sie verkörpert das tolle Gesamtpaket aus „sitzbequem und trotzdem spritzig“.

Sicher, das nächste Dressurpferdechampionat wird sie ob ihres Trabes nicht rocken, aber dafür wurde sie auch nicht gezüchtet! Es gibt auf dieser Erde ja eh keinen Parcours, der im Trab gewonnen wird! 😉

Wir freuen uns in jedem Falle auf 2019, denn da nehmen wir sie mal ein bisschen mit. Springpferde- und Geländepferdeprüfungen darf sie ja ohne Limitierung auch sechsjährig noch fein laufen! Ein Ziel ist in jedem Falle das Trakehner Bundesturnier im Juli.

Türchen 8 – Trainingsrunden im Deutsche-Bank-Stadion der Aachener Soers

Nach 14 Jahren Abstinenz wurde doch dieses Jahr tatsächlich erstmalig wieder eine Jahresturnierlizenz beantragt. Zielsetzung waren eigentlich nur die Hunter-Gelände-Prüfungen mit Fee, aber dann fiel das Arabertrunier in Aachen auf. Parallel zum All-Nations-Cup wird dort in der Soers ein Turnier veranstaltet und in den Prüfungen sind auch arabische Partbreds startberechtigt. Der Mindestanteil an ox-Blut muss 12,5 % betragen, bei kurzem Nachrechnen waren somit sowohl Fee als auch Franzi startberechtigt.

Aachen! Da musste dann alleine fürs Feeling genannt werden 🙂 Was für eine grandiose Location. Es lohnte sich schon nur fürs Abreiten hinzufahren.

Am Abend zuvor wurden dann die Turniersachen raus gelegt und auch das Sakko, dass eine Maßschneiderung (vor 16 Jahren…) war, wurde selbstsicher aus dem Schrank gegriffen… und gleich wieder weg gehangen… In der Taille wärs wohl noch gegangen, aber leider bleibt dann auf Dauer das Gebrassel was man hier so hat nicht ganz unbemerkt. Es saß im Schultergürtel doch was spack… und wer will schon sein Come-Back damit besiegeln, dass dem Richtergremium nicht die Leistung, dafür aber die Knöpfe ins Auge springen.. 🙂 Also in aller Frühe noch schnell los zum freundlichen Ausstatter mit dem blauen Pferdekopf und dann ging es ab zum Turnier.

Fee war Freitags dran und lief zwei A-Springen. Zunächst war auch unser Gerät sehr beeindruckt von der Kulisse. Da wurde Fee beim Einreiten ins Stadion doch tatsächlich kurz was schüchtern.

Aber sie machte einen guten Job, in der zweiten Prüfung besser als in der ersten, da schon was energischer auftretend (klar, jetzt kannte sie sich ja schließlich aus). Zwar hatten wir Hindernisfehler – einfarbig bronze-gold war an dem Tag nicht unser Ding, den haben wir in beiden Runden an die Erde getreten – aber summa sumarum waren wir sehr stolz und zufrieden für den (Wieder-)Einstieg ins Turnierleben.

Samstag war Franzi dran, Eignung und A-Dressur waren genannt.

Sie machte einen ganz prima Job, lies sich – obwohl sehr beeindruckt – brav durchs Viereck steuern und ordentlich reiten. Leider vereitelte unser Vorderpferd eine noch bessere Dressuraufgabe, weil es zwischendurch auch völlig blockierte. Als wir dann im Parcours waren gabs die nächste Glanzleistung und das Paar veließ das Stadion… nicht ganz das, was man sich in einer Jungpferdeprüfung wünscht, aber sei es drum, trotz kurzer Irritation in Richtung Ausgang sprang Franzi ihren Parcours brav und fehlerfrei zu Ende – Nur reichte es eben am Schluss dann nur zum vierten Platz.

Aber auch hier waren wir ganz stolz und glücklich und haben uns darüber gefreut einen so schönen Reit-Tag verbracht zu haben. Auf die Dressur haben wir dann aber verzichtet, denn Transport, Abreiten, Aufgabe und Platzierung hatten unsere Franzi doch auch ein bisschen erschöpft und man merkte dass die sprichwörtliche Luft raus war. Da musste man nicht noch eine Prüfung hinterher quetschen und dem Pferd die Freude nehmen. Es wurde also das Aachen-Foto geschossen und nach Hause gefahren.

Im nächsten Jahr sind wir wieder dabei!!

Türchen 3 – Franzis Jahresrückblick

Wir bleiben bei den B’s. Gestern der Sohn, heute die Mutter. Belle Francaise – aka Franzi wusste von jeher zu bezaubern – so natürlich auch als Mutter.

Aber von vorn: Jede Erstlingsgeburt ist ja zunächst mal sehr aufregend, denn neben der reinen Geburt als solche ist hier ja auch ein Fragezeichen an das Verhalten der Mutter zum Fohlen zu machen. Wie umsichtig ist die Stute? Lässt sie gut saufen? Hat sie genug Milch, usw, usf…. Weiterlesen

Endlich Sommer!! – Ein schneller Rückblick auf die letzten acht Wochen…

Der Juni war mit knapp 185 Liter Regenwasser auf den Quadratmeter Boden so ziemlich das Nasseste was wir seit vielen Jahren hatten. 203% im Vergleich zum Mittelwert der Jahre 1981 bis 2010 (100 Prozent) angezeigt. Ärgerlich für jeden, der einfach nur schönes Sommerwetter genießen will, eine logistische Höchstleistung für den Züchter, der in dieser Zeit zwei junge Mütter mit gerade frisch geborenen Fohlen zu managen hat! Denn, dass man die kleinen Fuzzies nun nicht in mehrstündigen Dauerregen stellen möchte, sollte klar sein. Das mag auch alles in Ordnung und machbar sein, wenn es sich bei den Müttern um erfahrene, abgeklärte und deutlich erwachsene Damen handelt. Bei unseren beiden Youngstern Fee und BabyBelle ist allerdings noch jede Menge eigener Dampf und Bewegungsdrang vorhanden. Hinzu kommt darüber hinaus, dass sie „eingesperrt sein“ nun mal nicht kennen… kurz: Das Wetter im Juni brachte Mensch und Tier in Wahn an den Rande des Verstandes und schaffte eine „explosive Stimmung“, denn es waren ja nicht nur die Stuten mit Fohlen, die Auslauf brauchten und nicht auf die völlig abgesoffenen Weiden konnten, sondern auch die Ausbildungspferde wollten gearbeitet sein … – Neben all diesem „Pferde-jonglieren“ kam unsere Homepage ein wenig kurz, so dass wir hier nun eine kurze Zusammenfassung der letzten Monaten für die jeweiligen Protagonisten zur Verfügung stellen:

Belle Francaise (Franzi) hatte nach ihrer Eintragung noch ein paar Dinge auf dem Tanzkärtchen stehen. 1. Tragend werden, 2. Leistungsprüfung und 3. Staatsprämienvergabe in Wickrath.

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SF Belle Francaise feiert ihre ersten Erfolge!!

Franzi_Sb-2592Sonntag, den 29.05. ging es in aller Frühe los Richtung Alsfeld. Zentrale Stuteneintragung des Trakehner Verbandes. Knapp 200 km waren zu absolvieren und Franzi kam gut an. Nicht geschwitzt oder zittrig, ganz im Gegenteil, Heu und Frühstück waren genüsslich wahrend der Fahrt aufgegessen worden.

09:30 Messen: Die genomische Selektion verlangt ja Haarproben. Der Messbeauftragte marschierte also Richtung schweif und zack! wurden mit der Zange ein paar Haare ausgerissen. Als der dann mit dem Stockmaß kam, war er schon nicht mehr Franzis Freund! Weiterlesen