Türchen 11 – Post vom „verlorenen“ Sohn

Seit August lebt Maravedi in seiner neuen Heimat Baden-Württemberg. Und in regelmäßigen Abständen erreichen uns die Nachrichten vom kleinen Münzenmann, der gar nicht mehr so klein ist, sondern leise aber stetig die 1,70 m Stockmaß anstrebt.

Er hat seine neuen Eimerträger fest im Griff, sie wissen was er mag und was nicht, geben sich viel Mühe in Punkto Freilauf und Abwechslung, merhfach täglich behudelt, genießt er seine Spaziergänge durch die Weinberge, kurz: Er wird umsorgt und gliebt. – Schön!!!!!!! Das war es, was wir uns wünschten!

Alleine seine Wintergarderobe ließe die ehemaligen Stallkumpanen vermutlich vor Neid erblassen, so denn sie denn davon wüssten. Aber GsD schreiben Pferde ja weder E-Mails noch SMS … 😉 Weiterlesen

Unser Primus ist wieder daheim!

Jedes Jahr geht sie aufs Neue los, die Suche nach dem möglichen Vatertier. Abstammungen werden analysiert, Tabellen zu Vererbungswerten gewälzt, das Jahrbuch Sport studiert: Wer war wann und wo erfolgreich? Wieviele erfolgreiche Nachkommen gibt es? Und bei einem Junghengst: Wie vererbten sich die Vorfahren? Wie steht es um die Sportlichkeit und die Rittigkeit der väterlichen sowie mütterlichen Familie? – Viel lässt sich am Reißbrett planen, letzlich „abgerechnet“ wird dann doch erstmalig, wenn die Nachzucht das Reitpferdealter erreicht.

Neben unserer Belle Pèlerine, die uns in Punkto Arbeitseifer, Rittigkeit und Nervenkostüm bereits überzeugt hat, ist auch ihr väterlicher Neffe Maravedi seit dem 01. Mai wieder in Wahn beheimatet und genießt nun seine reiterliche Ausbildung. Und „genießen“ trifft es auch auf den Punkt! Tolles Wesen, gehorsam und eifrig und auch die nachbarschaftlichen Bobby-Cars oder Kreissägen können ihn nicht wirklich aus der Fassung bringen. Ganz so, wie seine gesamte mütterliche Verwandtschaft ist er ausgesprochen sitzbequem.

Es erfüllt uns als Züchter mit sehr großer Freude und auch ein wenig Stolz, dass unsere Planungen aufgehen und sich Maravedi nun zu dem entwickelt, was wir beabsichtigt haben: Ein freundliches und dem Menschen zugewandtes Reitpferd, immer motiviert und bei der Sache.

Dies gilt es nun zu erhalten, noch weiter auszuformen und bei alldem den Leitsatz des griechischen Philosophen Xenophon (426 – 355 v. Chr.) niemals aus den Augen zu verlieren: “Hüten wir uns sehr, das junge Pferd zu verdrießen und seinen Anmut zu ersticken. Denn dieser gleicht dem Blütenduft der Früchte, der, wenn er einmal verflogen ist, niemals wiederkehrt.”

Maravedis Mutterseite (Tür 11)

Maravedis Mutterseite – Die Familie der Maricka O66A

Mirage vertritt die ostpreußische Stutenfamilie der Maricka, einen Stutenstamm, der auf schmaler Basis steht, jedoch mit einigen bemerkenswerten Zucht- und Sportpferden positiv aufgefallen ist.

Maricka war 1943 im ostpreußischen Kreis Schloßberg im Züchterstall Blumreiter geboren und kam nach dem Krieg zunächst bei Frau Heinschke in Setterich bei Aachen zum Einsatz. Nur mit einem Stern gezeichnet, war die Braune 1.60 m Stock groß und hatte 19,7 cm Röhrbeinumfang. Sie wurde mit 3,3,3/3,3 bewertet und 1953 auf einer Schau in Euskirchen im Rheinland mit einem II. Preis ausgezeichnet. Ihre züchterische Bilanz beläuft sich auf vier Fohlen in fünf Zuchtjahren, ihr einziger Sohn war als Turnierpferd eingetragen, blieb aber ohne Erfolge. 1956 verblutete die Stute beim Abfohlen. Weiterlesen

Maravedis Vaterseite (Tür 10)

Maravedi – Ein Blick auf seine väterlichen Ahnen

Das Pedigree von Maravedi liest sich wie das Who ist Who im (Trakehner-)Springsport.

Der Vater Hope of Heaven war Springsieger der Trakehner Körung 2007. Für die höchste Note im Freispringen erhielt er den Sonderehrenpreis, dabei verkörpert er zusätzlich klaren Trakehnerrassetyp mit gutem Auge und Rahmen sowie leichtfüßiger und schwungvoller Trabbewegung. Der durchdacht angepaarte Schimmel, der zusätzlich auch mit Typ, Takt und Elastizität punktete, spielte mit den Abmessungen.

Die Springbegabung des Hengstes kommt nicht von ungefähr: Sein Vater Alaskatraum ist Sohn des legendären Abdullas aus einer Habicht-Mutter und selbst hocherfolgreich über den Stangen unterwegs. Weiterlesen

Leistungsvererber Pilger – (Tür 3)

Pilger – Port Arthur – Perserfürst – Herbstwind – Carajan – Martin – Sarafan

„Die Linie des des ehemaligen Trakehner Hauptbeschälers und hoch angesehenen Leistungsvererbers Pilger, der auch in russischer Sportpferdezucht einen klingenden Namen besitzt, hat lediglich über den Springpferdevererber Carajan eine gewisse Bedeutung in der Bundesrepublik erlangt, ist jedoch derzeit im Aussterben begriffen. Sarafan war einer der letzten männlichen Vertreter dieser Linie – einer Linie, in der seit ihrer Etablierung im Hauptgestüt Trakehnen immer eine überdurchschnittliche Springveranlagung verankert war! Dies zu wahren und auszubauen haben wir uns vorgenommen.

„Züchten heißt in Generationen denken“ – umd dies tun zu können muss man auch ein wenig in die Geschichte tauchen: Weiterlesen