Türchen 10 – Der erstgeborene auf Kurs!

ak2016-10Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt… Aus privaten Gründen musste sich Maravedis erste Besitzerin wieder von ihm trennen. Das hat uns sehr leid getan, denn die Einstellung zum Pferd war wirklich vorbildlich, aber eben diese Einstellung führte auch zur Erkenntnis, dass es besser wäre, für Maravedi jemand neues zu suchen, der mehr Zeit für ihn hat.

Und so kam es, dass wir Maravedi auch Larissa anboten, die auf der Suche nach einem Nachwuchspferd war. Und es war so wie immer, Larissa kam, sah und Maravedi siegte. Er ist eben der Charmebolzen par excellence. Kurzentschlossen sagte Larissa für Maravedi zu und der ging Anfang Juni auf die Reise in die Schweiz. Artgerechte Haltung und vielseitige Ausbildung garantiert. Weiterlesen

Türchen 17 – Familienrepräsentantinnen O66A

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Im dritten und letzten Teil geht es um die Familie unserer Masurenfee, Familie der Maricka O66A.  Mutterstamm unseres allerbesten Mattes und des allerallerbesten Morgenstern!Unsere Herzfamilie! – Nicht aufgrund irgend-welcher Meriten oder Prämientiteln oder was auch immer.  Das hat uns alles gar nicht interessiert, als wir damals unbedingt und zwingend eine Stute dieser Familie haben wollten. Es war die Einheitlichkeit ihrer Protagonisten in Charakter, Leistungsbereitschaft und Sportlichkeit!

Stammstute dieser heutigen Westfamilie war die 1938 geborene Marietta von Meerteufel. Eine Stute ostpreußischer Abstammung, 66. in der Reihenfolge ihres Jahrganges = O66A. Im Züchterhaus Blumreiter in Stobern / Ostpreußen wurde 1943 ihre erste Tochter und spätere Linienbegründerin Maricka geboren. O66A.

Auch Maricka erreichte in einem Treck den Westen, kam in Schleswig-Holstein an. Anfang der 1950er, im Zuge der Mechanisierung der Landwirtschaft stellten rheinische Züchter nach jahrzehntelanger Ausrichtung auf die Kaltblutzucht auf die Warmblutzucht um. Hierbei sollten Trakehner behilflich sein und so haben Züchter um Carl Bolten/ Zülpich-Enzen eine Reise in den Norden von Deutschland angetreten und durch Beratung von Dr. Schilke einige sehr gute Stuten ins Rheinland bringen können.

So fand Maricka eine Heimat im Züchterhaus Heinschke in Setterich, Nähe Aachen. Aus den Anpaarung an den bei Bolten stationierten Intermezzo fielen zwei Stutfohlen: Monika in 1952 und Monrey in 1954. Monrey wurde mit 158 cm / 1,2,2/2,2 für das Züchterhaus Kurt Schmitz / Burg Dreiborn eingetragen und brachte in zehn Zuchtjahren fünf Fohlen, von denen allerdings keines den Weg in den Sport oder die Zucht fand.

Monika war eine 161 cm große braune Stute, die mit 2,3,3/3,2 eingetragen wurde. Eingesetzt wurde sie zunächst im Heimatstall, wechselte dann aber noch zweimal den Besitz. In 19 Zuchtjahren brachte sie 10 Fohlen, darunter den gekörten Hessel von Hessenstein, der in der niederländischen Zucht eingesetzt wurde und dort einige sehr gute Zucht und Sportpferde hinterließ. Im Stamm seiner Tochter Ulissa finden sich neben einiger bis zu hohen Klassen in M und S erfolgreichen Pferden auch die Vererber Falco und Cocktail – letzterer selber bis Grand Prix siegreich und Vater des Starhengstes Jazz.  Fünf der sechs Monika-Töchter wurden in die Zucht genommen. Es waren Mondfahrt v. Kobalt (1957), Maya III von Reinald xx (1959), Monaco von Sterndeuter (1963), Mondäne von Helianthus (1968) und Maike (1969), ein Zwillingsfohlen von Donauwind.

Maike entwickelte sich sehr gut, erreichte ein Stockmaß von 1,56 m und wurde aufgrund ihrer züchterischen Leistungen zur Elitestute ernannt. Die Braune brachte bis zu ihrem Tod im Alter von 21 Jahren in 17 Zuchtjahren auch 17 Fohlen. Sie brachte die Stute Maiblume III v. Tannenberg, die Mutter des M-Dressurpferdes Mandant v. Vincent wurde, die Elitestute Marcia II, den in die USA gegangenen ZfdP-gekörten Morgenstrahl v. Tannenberg sowie eine ganze Hand voll erfolgreichen Sportlern in Dressur und Vielseitigkeit bis Klasse L.  Miss Goleightly von Sixtus, eine Enkelin der Maike, war siegreich in Dressur bis Klasse M und brachte im Jahr 2010 mit Montgommery 88  von Sky Dancer Dressurnachwuchspferd, der sich schon dieses Jahr in L-Dressuren bewähren und platzieren konnte. Eine Urenkelin der Maike, Mandjana von Friedensfürst sowie Ihr 1997 in NMS gekörter und prämierter Halbbruder Mataro  von Sir Shostakovich xx waren erfolgreich bis zur Klasse M. Mataro verschwand leider direkt nach der Körung ins Ausland.

Marcia II wurde im Hause Deerberg zweifache Hengstmutter (Märchenprinz von Ecuador xx und Manrico von Gipsy King) und Mutter des S-Fahrpferdes Manjana 42 von Jolly Jinks xx. Sie war dreijährig eingetragen mit 1.66/20.3 und der Bewertung 9,8,7/8,8. In zehn Zuchtjahren brachte die Stute 10 Fohlen, davon jedoch nur drei Stuten. Nur eine Tochter wurde für die Zucht registriert, Marianne von Bream xx und damit endet dieser Zweig.

Maya III v. Reinald xx wurde Mutter der beiden hessischen Landbeschäler Mandant v. Thor  und Mustafa v. Harfner sowie des M-Dressurpferdes Mon Amour v. Herbststurm. Ihre Tochter Mariza II v. Herbststurm wurde Mutter des M-Dressurpferdes Masurenklang v. Istanbul und des Beschälers Marius v. Insterruf, dessen bekanntester Nachkomme Karin Lührs Grand-Prix-Dressurpferd Conte Conyaro war. M-Dressurpfed Malinca von Hohenstein aus der Mary T Poppins von Mohammed war letzte Vertreterin dieser Linie im Sport in 2014.

Mondfahrts Töchter Mondschein und Monrovia v. Pelion, Monte Christi v. Irian und Mondlicht v. Primo waren hochdekorierte Ausstellungsstuten. Die älteste Mondfahrt-Tochter Maritta v. Pelion hinterließ der Zucht zwei Töchter, von denen Moni v. Reichsfürst mit vier Turnierpferden und vier zuchtaktiven Töchtern den Stamm auf eine breitere Basis stellte. Erfolgreichster Sohn der Moni war Mondego 6 von Schwarzdorn der gut 2Tsd Euro in Springprüfungen verdiente. Monis beste Tochter dürfte, vor allem unter Sportgesichtspunkten, die 1976 geborene Melodie XI v. Sternglanz sein.

Melodie

Melodie XI  brachte in 16 Zuchtjahren 13 Nachkommen – jeweils aus Anpaarung an den Carajan-Enkel Sarafan.

Im Mai 1991 wurde Mondsichel, die spätere Trakehner-Springchampionesse geboren. – Siege bis Klasse M zieren ihr Erfolgskonto. Mit Morgenstern (1992), Maskerade (1993) folgten weitere bis zur Klasse M siegreiche Parcours-Akrobaten. Moonlight (1994) erzielte Erfolge bis zur Klasse S. Der in 1997 geborene Merlin sollte der nächste Trakehner-Springchampion aus dieser Anpaarung werden und auch er lief dann erfolgreich bis zur Klasse S.

Maskerade schlug den zweiten Bildungsweg ein und war erfolgreich in Dressuren bis zur Klasse L. Auf dem Weg nach M in 2007 verletzte sie sich jedoch schwer an der Sehne, 2008 war dies gut ausgeheilt und ihre Besitzerin ließ sie in 2009 vom Siegerhengst Kentucky besamen. Wunschgemäß lieferte ihre „Maske“ das braune Hengstfohlen.

Mirage und Maravedi im Sommer 2009

Die beiden Melodietöchter Mirage (1996) und Merina (1998) wurden und werden nach wie vor werden als Jagdpferde eingesetzt. Melbourne (1999) war in Springpferdeprüfungen erfolgreich und wurde dann in die USA abgegeben.

Mirage wurde von uns für drei Jahre gepachtet und in 2008 erstmals als Zuchtstute registriert und belegt. Sie brachte uns in drei Zuchtjahren drei Fohlen. Maravedi in 2009,  Masurenfee in 2011 und Mirar in 2012. Masurenfees Lebenslauf ist hier auf dieser HP dokumentiert. 2014 Prämienstute und beste Halbblutstute der ZSTE in Westfahlen, 2015 mit ihrer Erstlingstochter Maracana ein blutiges Spitzenfohlen vom Icare d‘ Olympe AA. Für Juni 2016 tragend vom Prämienhengst und Springsieger seiner Körung Davidas.

Masurenfee 3 Wochen

Masurenfee im Alter von drei Wochen

Über 8000,00 Euro verdienten die sieben Nachkommen der Melodie XI unter Amateuren im Sport, 90 % davon im Springen. Bei bloßem Durchblättern der Sportpferdelisten eine beeindruckende Summe.

Generell brachte dieser Zweig der Stutenlinie über die Mondfahrt eine erkleckliche Anzahl von Sportpferden für die höheren Klassen, so unter anderem die Herbstglanzsöhne Marabou 3 (Dr. M) und Micado 28  (Spr. M), den Maat-Sohn Mars 26 (Spr. M), Master Two von Mark (Spr. M), Marcellus 13 v. Hartenstein (Dr.M) sowie Mon Petit v. Primo (Dr. S).

Wir kommen zurück zur obenstehenden Entscheidungsgrundlage für diese Familie: Es war die Einheitlichkeit ihrer Protagonisten in Charakter, Leistungsbereitschaft und Sportlichkeit!  Scheinbar zieht sich dies schon über Generationen. Da wären dann Herz und Kopf doch gar nicht so weit auseinander gewesen, hätte letzterer entscheiden sollen 😉

Türchen 23 – Der Nachwuchs und seine Entwicklung

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Wies007 FB_09_016 IMG_3487Im heutigen Türchen wollen wir auf die Entwicklung und Entwicklungsphasen unseres Nachwuchses eingehen. Und wir werden ebenso unverblümt auch Bilder aus den Entwicklungsstadien zeigen, die vielleicht etwas weniger vorteilhaft sind. Aber das ist ja nach mehr als 20 Tagen Köhler egal, wir alle haben ja gelernt, dass das, was einmal war auch wieder kommt. 😉

Der älteste Nachwuchs ist 2009 geboren: Maravedi und Belle Pèlerine, alias BabyBelle zählen in nur wenigen Tagen fünf Jahre.

Maravedi war der Erstling der Mirage und kam in einer Schwerstgeburt zur Welt.

Er gehörte zu den Fohlen, deren Halsung nach Definition Köhler was „stuckig“ war zu Beginn und auch die Fesselung war stark durchtrittig in den ersten Tagen. Er war ein großes Fohlen, gerade auch für einen Erstling einer älteren Stute, wuchs und entwickelte sich gut, schien aber das Wachsen als Jährling und Zweijähriger ausschließlich im Zeitlupentempo vollziehen zu wollen. Dreijährig maß er gerade 164 cm. Nun ist er bald fünf, der Hals ist nicht mehr stuckig und die Fesseln schon lange nicht mehr durchtrittig. Das Stockmaß lautet 170 cm 🙂 – Eine spätreife Sorte eben.

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14-IMG_2677Belle Pèlerine, besser bekannt als BabyBelle, war von Anfang an eins: Groß!! Und so verlegen, dass ihr rechtes Vorderbein konstant um die Kurve lief 🙂 Sie war als Fohlen nur kurz ansprechend, ihr fehlte alles puppige, der Kopf bekam schon bald die gefürchteten Sarafan-Beulen (siehe Türchen ) und durch die komplette Wachstumsphase war sie wirklich „Schrotti“.

Heute vierjährig steht sie gerade auf einer 21.8er Röhre, ist mit 174 cm Stockmaß eingetragen und erhielt im Typ eine acht. Sie hat ein schönes trockenes Gesicht mit einem wundervollen Auge, einer tollen Halsung, einer guten Oberlinie und einem immer aktiv arbeitenden Hinterbein.

Hier hat sich ein Pferd entwickelt, was unterm Sattel wirklich Spaß macht und was uns sehr gut gefällt!

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2010 wurden Oka-Märchen und Beau Cadeau geboren, die uns beide schon als Absetzer verließen. Oka-Märchen stammt nicht aus unserer Zucht, hier zeichnet noch Frau Dr. Dobberthien vom Altmarkhof als Züchterin. „Unser“ Märchen hat sich gut entwickelt, ist zu einer mittelrahmigen Stute mit sehr viel Adel herangewachsen. Beau Cadeau hatte sich sehr gut entwickelt und für ihn war die Hengstvorstellung geplant, aber leider beendete ein unglücklicher Weideunfall sein junges Leben viel zu früh.

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08-IMG_26222011 gab es nur ein Fohlen: Masurenfee

Masurenfee ist die mütterliche Halbschwester von Maravedi und zählt ebenso – wie alle „M“ zur spätreifen Sorte. Auch gehört sie zu eben jener Sorte von Fohlen, die sich so dermaßen unharmonisch entwickeln und hinzu kommt das Sarafan-Erbe: Die Höcker auf dem Nasenrücken. Wie oft haben wir unser Grätchen angesehen und uns immer wieder Mut zugesprochen, dass die Entscheidung, sie zu behalten in jedem Falle richtig war. Dieser Jährling hatte wirklich nichts charmantes im Äußeren. Lediglich ihr Charakter, der ist gleichbleibend traumhaft von Anfang bis heute gewesen. Nun zweieinhalbjährig, in wenigen Tagen schon als dreijährig zählend wird sie langsam wieder zum Pferd.

Aber wie Köhler es schon schreibt, was einmal da war kommt wieder und so geht es langsam „berauf“. 164 cm Stockmaß bei einer 21.5er Röhre. Vom leichten Blüter-Fundament sind wir also weit entfernt. 🙂 Das erwartete Stockmaß laut Zigeunermaß liegt bei 170 cm.

Apropos Zigeunermaß – hier wollen wir nochmal kurz zu Köhler schwenken:

Ältere Pferdeleute haben das „Zigeunermaß“ nicht in Vergessenheit geraten lassen. Sie schworen darauf, und so haben die Verdener Auktionen hiermit eine Studienreihe eingeleitet, die weiterhin läuft und verglichen wird. Regelmäße Umfragen ergaben 1979 auszugsweise folgendes Resultat (nach Dr. Enno Hempel): „Das sog. Zigeunermaß ist eine Methode, bei noch nicht voll ausgereiften Pferden das noch zu erwartende Wachstum zu bestimmen. Die ermittelten Maße beziehen sich auf das Bandmaß. Zur Feststellung des Zigeunermaßes wird ein Band von der Köte des Vorderbeins zum Ellenbogenhöcker gespannt und von hier nach oben umgeschlagen. Aus dem Abstand über der Widerristhöhe ergeben sich die cm noch zu erwartenden Größengewinns. Als Ergebnis von großer Deutlichkeit kann gesehen werden, daß das sogenannte Zigeunermaß sehr gute Anhaltspunkte für noch zu erwartendes Wachstum bei Warmblutpferden bietet, die noch nicht ausgereift sind. Da die Gruppe der Pferde, die über das Zigeunermaß hinausgewachsen sind, mehr als doppelt so groß ist, wie die Gruppe der Pferde, die das Zigeunermaß nicht erreicht haben, wird man von zu vermutendem „Mindestwachstum“ sprechen können.“

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2012 wurden Belgabad, Mirar und Oka-Blümchen geboren.
(Für die Bildbetrachtung: Belgabad = 2xweiß / Mirar = 1xweiß/  Oka-Blümchen = braun)

Als Belgabad auf die Welt kam, sah er bereits aus wie ein drei Tage altes Fohlen – so viel „Fleisch“ war da dran – und die Tierärztin konstatierte „So einen kann auch nur Belle mal eben auf die Welt bringen..“. Und ganz anders als die Jungs sonst, die ja schon mal was döselig sind, wenn es um die Milchbar geht, hatte Belgabad das innerhalb von wenigen Minuten raus. Er erhielt seinen Spitznamen „Turbo“. Was er niemals verlor in der bisherigen Zeit des Wachstums war sein wunderschönes Gesicht und seinen ‚dicken‘ Hals. Aber ansonsten wachsen die unterschiedlichen Partien irgendwie nacheinander: Erst das Mittelstück, dann die Hinterbeine zuletzt die Vorderbeine. Und so führt das dazu, dass es selbst bei Mister Charming, Turbo, Phasen gibt, die zweifeln lassen könnten.

Vier Wochen nach Turbo kam Mirar zur Welt.  Groß und langbeinig, enorme Bewegungen, ganz nobel in der Aufmachung.. und doch in der Masse die Hälfte von Turbo. Mehr der blütige Sportlertyp. Er wurde „Schmali“ und blieb Schmali und er entwickelte sich bislang à la „M“. Schmali war wirklich kein schöner Absetzer! Der Kopf sah im ersten Winter aus wie eine Pelzkugel.

Wenn die pferdeunkundige Mutter aufs Paddock guckt und vorsichtig fragt: „Aber das da, das ist aber nicht so schön, oder?“, dann weiß der Züchter was das Stündlein geschlagen hat….

Über den Sommer hat er sich in jedem Falle gemacht und wenn er sich bewegt, dann sind da eben die besonders guten Momente! Drei super Grundgangarten und eine Elastizität, die den Wunsch hervorruft direkt den Sattel zu holen. Hier mussten wir beim Fotos-sortieren für dieses Türchen an Köhler denken. An die Beschreibung des Aspiranten, der mit „Hängehals“ vor der Kommission steht und sich dann aber in Bewegung vorbildlich präsentiert. Das ist aktuell unser Schmali 🙂

Und bei allem darf man eben auch nie vergessen, dass man immer zwei betrachtet und dass das Schmali-Entlein gemeinsam mit dem Turbo-Schwan laufen muss. Welcher mann wollte wohl gerne ständig neben Brad Pitt stehen…. oder welche Frau neben Angelina Jolie….

Oka-Blümchen, kurz Blümchen, war von Anfang an schön und harmonisch und blieb das bislang über die gesamte Entwicklungsdauer! Klar mal was überbaut, aber immer schön in Kopf und Halsung, in sich stimmig – eine echte Dauer-Puppe.

Und doch zeigen sich auch bei Oksanas Kindern gleiche Eigenschaften.

Beide Fohlen, die bislang hier zu Welt kamen, waren zu Beginn eher etwas straffer und hölzern, gerade der Trab eher à la tip-tip-tip. Sowohl Märchen als auch Blümchen fingen an gut zu werden, wenn die gleichaltrigen Spielkameraden schlechter wurden: Im Absetzer-Alter. Dann beginnt diese Sorte langsam, sich zu entfalten, nutzt Körper und Kraft und setzt diese um in Bewegungsdynamik und -mechanik.

Hier denken wir, dass sich Blümchen sehr vielversprechend entwickelt und sind dementsprechend gespannt, denn sie ist die designierte Nachfolgerin ihrer Mutter.

Alle drei Jährlinge liegen aktuell bei 154 / 155 cm Stockmaß und lassen – wenn man dem alten Zigeuner glaubt – ein Endmaß von ~ 170 + cm erwarten.

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Last but not least – die 2013er: Belle Française (Franzi) und Bel Greco (Grieche)

52-IMG_2843 32-IMG_2743970598_633477743348407_2020339418_n01-IMG_286619-IMG_2937Unterschiedlicher können Fohlen wohl kaum sein! Franzi, in Aufmachung und Habitus das blütige Edelpferd und der Grieche, eher den bodenständigen Typ repräsentierend.

Franzi, von Anfang an super korrekt und wunderschön. Auch wenn sie nun ein bißchen vereselt, so ist sie immer noch edel und vornehm, einfach ein ganz tolles Fohlen! Eine Stute! Unverkennbar in Rasse- und Geschlechtstyp. Das womit man eigentlich weiter züchten will…. wir werden also die Entwicklung abwarten 🙂

Der Grieche wiederholt vermutlich die Geschichte seiner Mutter. Zunächst kam er mal verlegen auf die Welt und stand reichlich vorbiegig. Der Kopf war verbeult und zugeschwollen, als Erstling musster er sich den Weg wohl hart erkämpfen. Er schickt sich also an, nun für die nächsten drei Jahre „Schrotti 2“ zu werden, selbst sein Fell hat die gleichen komischen Wirbel wie BabyBelle sie als Absetzer hatte und deshalb irgendwie immer wie ein geplatztes Sofakissen aussah.

In der Bewegung allerdings, ja da ist der Grieche der athletischere der beiden Fohlen des Jahrgangs. Gummi, Kraft – alles was das Herz begehrt. Und wenn man sich an die Mords Muskelpakete erinnert, die er schon als wenige Wochen alter Jüngling durch die Gegend trug, dann weiß man, wohin die Reise wieder gehen wird.

Bis dahin heißt es eben abwarten! Sicher ist nicht zu erwarten, dass aus einer spätreifen Stute angepaart mit einem spätreifen Hengst etwas frühreifes fällt.

Wir haben auf Sport angepaart und ob dies gelungen ist, werden wir erst in einigen Jahren erfahren. Wir wagen die Prognose, dass es geglückt sein könnte, denn der Grieche bringt alles mit, was erbraucht – nun muss er nur noch in seinen Körper rein wachsen 😉

 

Schwangerschaftsurlaub – Ausflug in die Sommerfrische von Maravedi

IMG_7842Maravdis Familie bekommt noch einmal Zuwachs, mit Spannung wird das Söhnchen im September erwartet. Zeit, für die werdende Mutter kürzer zu treten und sich auch etwas zu schonen – schwere Arbeiten sollten schon seit einiger Zeit tabu sein – an Reiten ist wohl ob des Umfangs kaum mehr zu denken.

Ein Schritt in den aktiven Mutterschutz ist der Verzicht auf die Stallarbeit und so wurde beschlossen auch Maravedi in den Schwangerschaftsurlaub in seine alte Heimat zu entsenden. Am Samstag holte Herr Stern seinen Neffen in BaWü ab um ihn in die alte Heimat zu bringen. Die Wiedersehensfreude war groß, sofort stürzten die beiden Herren für eine intensive Fellpflege aufeinander und vermutlich haben sie sich in den vier Stunden Heimweg intensiv über die vergangenen 12 Monate ausgetauscht. Nun steht für Maravedi einige Wochen chillen auf der Wiese in der Jungs-WG an und danach werden dann die Grundschulkenntnisse erweitert.

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Wir freuen uns über das in uns gesetzte Vertrauen, das Maravedis Besitzer – trotz der großen räumlichen Distanz – „unseren“ Primus wieder in unsere Obhut geben. Es ist schön auch nach dem Verkauf eine so aktive Verbindung zu halten und zu pflegen und bestätigt uns darin, dass wir auf dem Weg bis hierher alles richtig gemacht haben.

Nun sind unsere Daumen vor allem ganz feste für den neuen Erdenbürger gedrückt!!!!

Türchen 11 – Post vom „verlorenen“ Sohn

Seit August lebt Maravedi in seiner neuen Heimat Baden-Württemberg. Und in regelmäßigen Abständen erreichen uns die Nachrichten vom kleinen Münzenmann, der gar nicht mehr so klein ist, sondern leise aber stetig die 1,70 m Stockmaß anstrebt.

Er hat seine neuen Eimerträger fest im Griff, sie wissen was er mag und was nicht, geben sich viel Mühe in Punkto Freilauf und Abwechslung, merhfach täglich behudelt, genießt er seine Spaziergänge durch die Weinberge, kurz: Er wird umsorgt und gliebt. – Schön!!!!!!! Das war es, was wir uns wünschten!

Alleine seine Wintergarderobe ließe die ehemaligen Stallkumpanen vermutlich vor Neid erblassen, so denn sie denn davon wüssten. Aber GsD schreiben Pferde ja weder E-Mails noch SMS … 😉 Weiterlesen