Türchen 8 – Trainingsrunden im Deutsche-Bank-Stadion der Aachener Soers

Nach 14 Jahren Abstinenz wurde doch dieses Jahr tatsächlich erstmalig wieder eine Jahresturnierlizenz beantragt. Zielsetzung waren eigentlich nur die Hunter-Gelände-Prüfungen mit Fee, aber dann fiel das Arabertrunier in Aachen auf. Parallel zum All-Nations-Cup wird dort in der Soers ein Turnier veranstaltet und in den Prüfungen sind auch arabische Partbreds startberechtigt. Der Mindestanteil an ox-Blut muss 12,5 % betragen, bei kurzem Nachrechnen waren somit sowohl Fee als auch Franzi startberechtigt.

Aachen! Da musste dann alleine fürs Feeling genannt werden 🙂 Was für eine grandiose Location. Es lohnte sich schon nur fürs Abreiten hinzufahren.

Am Abend zuvor wurden dann die Turniersachen raus gelegt und auch das Sakko, dass eine Maßschneiderung (vor 16 Jahren…) war, wurde selbstsicher aus dem Schrank gegriffen… und gleich wieder weg gehangen… In der Taille wärs wohl noch gegangen, aber leider bleibt dann auf Dauer das Gebrassel was man hier so hat nicht ganz unbemerkt. Es saß im Schultergürtel doch was spack… und wer will schon sein Come-Back damit besiegeln, dass dem Richtergremium nicht die Leistung, dafür aber die Knöpfe ins Auge springen.. 🙂 Also in aller Frühe noch schnell los zum freundlichen Ausstatter mit dem blauen Pferdekopf und dann ging es ab zum Turnier.

Fee war Freitags dran und lief zwei A-Springen. Zunächst war auch unser Gerät sehr beeindruckt von der Kulisse. Da wurde Fee beim Einreiten ins Stadion doch tatsächlich kurz was schüchtern.

Aber sie machte einen guten Job, in der zweiten Prüfung besser als in der ersten, da schon was energischer auftretend (klar, jetzt kannte sie sich ja schließlich aus). Zwar hatten wir Hindernisfehler – einfarbig bronze-gold war an dem Tag nicht unser Ding, den haben wir in beiden Runden an die Erde getreten – aber summa sumarum waren wir sehr stolz und zufrieden für den (Wieder-)Einstieg ins Turnierleben.

Samstag war Franzi dran, Eignung und A-Dressur waren genannt.

Sie machte einen ganz prima Job, lies sich – obwohl sehr beeindruckt – brav durchs Viereck steuern und ordentlich reiten. Leider vereitelte unser Vorderpferd eine noch bessere Dressuraufgabe, weil es zwischendurch auch völlig blockierte. Als wir dann im Parcours waren gabs die nächste Glanzleistung und das Paar veließ das Stadion… nicht ganz das, was man sich in einer Jungpferdeprüfung wünscht, aber sei es drum, trotz kurzer Irritation in Richtung Ausgang sprang Franzi ihren Parcours brav und fehlerfrei zu Ende – Nur reichte es eben am Schluss dann nur zum vierten Platz.

Aber auch hier waren wir ganz stolz und glücklich und haben uns darüber gefreut einen so schönen Reit-Tag verbracht zu haben. Auf die Dressur haben wir dann aber verzichtet, denn Transport, Abreiten, Aufgabe und Platzierung hatten unsere Franzi doch auch ein bisschen erschöpft und man merkte dass die sprichwörtliche Luft raus war. Da musste man nicht noch eine Prüfung hinterher quetschen und dem Pferd die Freude nehmen. Es wurde also das Aachen-Foto geschossen und nach Hause gefahren.

Im nächsten Jahr sind wir wieder dabei!!

Türchen 7 – Oblivion, von Adorator aus der Oka-Blümchen von Phlox

Das siebte Türchen soll unserem diesjährigen Fohlen gehören: Oblivion. Die Entwicklungsgeschichte des kleinen Fuzzis haben wir auf der Hompepage dieses Jahr sträflichst vernachlässigt, irgendwie „macht man dann mal schnell Facebook“, weil das so bequem ist mit dem Bild-Upload und dem Teilen und überhaupt… aber richtig ist es natürlich nicht, denn sollte jemand etwas zu unserem Obi suchen, wird er wohl mit dieser Homepage anfangen. Deswegen hier sein erstes halbes Jahr im Resümee:

Punktgenau brachte Blümchen am Sonntag den 15.04.2018 ihren zweiten Sohn zu Welt. ~105 cm groß, schick, korrekt, ordentliche Gelenke. Dass er ein Schimmel ist, war von Anfang an zu erkennen.

Der Name Oblivion wurde in Anlehnung an seinen Vater Adorator gewählt. Adorator = Verehrer und Oblivion ist der Verehrer in der Form eines Waldelfen in The Elder Scrolls IV. Die englische Bedeutung haben wir dabei völlig ignoriert und hoffen einfach mal, dass er dennoch nicht in Vergessenheit gerät 😉

Die Geburt war schnell und unkompliziert, lediglich Blümchens Freude über ihr erneutes Mutterglück ließ sie – mal wieder! – eiligst aufspringen, auch wenn der kleine Fuzzi noch nicht gänzlich ins Stroh geglitten war. Die Hinterbeine steckten noch im Geburtskanal als sie schon hoch sprang und sich eiligst und voller brummelnder, aufgeregter Freude zu ihrem Fohlen drehte. Die Nabelschnur riss also sehr frühzeitig und durch das hektische rumdrehen hatten wir dann Wände in schillernder Schlachthaus-Optik. Frisch ging es dann also direkt nachts um eins mit Schwamm und Tuch den Boxenwänden zu Leibe, bevor die Suppe festtrocknen konnte…

Sein Fohlenprogramm erledigte Oblivion formvollendet, begleitet von einer Streber-Blümchen in ihrer erneuten Rolle der Super-Mami. Erstes Aufstehen, Aufsuchen der Milchbar und Absetzen des Darmpechs, alles erfolgte nach Lehrbuch.

Züchterfreude in Reinkulter: Mutter und Kind friedlich schlummernd nach der Geburt. Rechts wacht BabyBelle, links wacht Franzi.

Charakterlich entpuppte sich der kleine Obi dann so ziemlich als das kuscheligste, was wir jemals gezogen haben, vor allem, wenn man die Hengste betrachtet. er genießt es selbst, an den Ohren gezogen zu werden.

Körperlich entwickelte er sich mit Sieben-Meilen-Stiefeln, Blümchen gab gut und genug Milch, schnell stand da ein propperes Kerlchen, der am liebsten im Vollgas unterwegs war. Aber auch die wenigen Momente, die wir ihn mal im Trab betrachten durften, waren sehr, sehr überezeugend!

Un so war es dann auch zur Fohleneintragung: Er erhielt 54,5 Punkten – vergeben durch den Zuchtleiter Lars Gehrmann, der den Galopp als das „Highlights des Tages“ bezeichnete und das phantastisch aktive Hinterbein herausstellte.

Und damit repräsentiert er in allen Attributen seinen Vater, denn Adorator bestach bei seiner Körung ebenfalls mit mit großer Galoppade und viel Mechanik und Aktion im Trab.

Blümchen mal Adorator, das hat sehr gut gepasst und das werden wir auch noch einmal wiederholen. In Türchen 21 im letzten Jahr hatten wir mal die Erwartungen an diese Anpaarung skizziert und sehen sie nun voll und ganz bestätigt.

Was bei Blümchens Kindern auffällt, ist dass man sich in den ersten Wochen die Hälse länger wünschen würde. Das kommt dann mit den Monaten der Entwicklung, aber zu Beginn wirken sie erst etwas stuckig. Das war bei Orik so und nun dieses Jahr auch bei Obi.

In sportlicher Hinsicht glauben wir, dass da mal richtig was draus werden kann. Das Pedigree repräsentiert jede Menge Sport. Über Generationen nur Pferde, die die „dicke“ Tour gelaufen sind. Ein fast ausschließlich osteuropäisches Pedigree. Das ganze gespickt mit genügend Blut … Wir hoffen, er findet seine späteren Förderer im Busch. Denn wir glauben fest daran, dass er da hin gehört. .. Man wird sehen. Bis dahin heißt es ihn gesund groß zu bekommen!

Türchen 4 – Mirages Jungs Maravedi und Mirar

Bei Mirages Nachkommen hieß es ja 2:1 für die Jungs. Und wären Maravedi oder Mirar Stuten gewesen, dann hätten sie uns wohl nicht verlassen. Vielmehr: Wäre Maravedi eine Stute gewesen, hätte es dann Masurenfee und Mirar überhaupt noch gegeben?  – Denn schließlich war Mirage ja gepachtet, verließ uns aber nach Maravedi und kam erst im Folgejahr zurück. 2009 Maravedi, 2011 Masurenfee und 2012 Mirar.

Wie die meisten Hengste wurden auch Mirages Jungs irgendwann zu Wallachen und mussten unserer Züchterstall verlassen. Und bei beiden können wir voller Glück sagen, dass sie ein spitzenmäßiges Zuhause fanden!

MARAVEDI von Hope of Heaven aus der Mirage von Sarafan fand dreijährig, kaum annonciert, einen neuen Besitzer, machte dort trotz seines jungen Alters einen super Job für eine Wiedereinsteigerin und wurde sehr geliebt. Als seine Besitzerin erneut Mutter wurde, gönnte sie ihrem Maravedi Urlaub in Wahn und wir arbeiteten an der weiteren Ausbildung.

Wie das Leben so spielt, stellte sich heraus, dass sich Familie und Pferd eben nicht mehr vereinbaren ließen und Maravedi stand erneut zum Verkauf. Das war etwas, das wir niemals erwartet hatten und das uns auch echt betrübte. Wichtig war allerdings, dass er ein sehr gutes zu Hause findet und das fand er dann auch.

Maravedi wechselte in die Schweiz und ist dort mit seiner Besitzerin in ihrer Freizeit vielseitig unterwegs. Auch die ersten Turniere meisterten die beiden zur Zufriedenheit und so zeigt sich, dass auch eine Second-Hand-Karriere genau das sein kann, was man sich als Züchter eigentlich wünscht. Es ging quasi über Umwege in die Heimat auf Lebenszeit.

MIRAR von Phlox aus der Mirage von Sarafan – unser Schmali – fand seine neue Besitzerin erst fünfjährig, bis dahin allerdings schon erfolgreich bis Springpferde-L. Und je länger wir mit diesem lieben Schlumpf arbeitete, desto sorgsamer wurden wir auch in der Selektion der neuen Besitzer.

Denn so ein Schatz wie er war und auch noch ist, galt es jemanden zu finden, der ihn nicht jedes Wochenende „schrubbt“. Es dauerte, aber dann fand Schmali seine Mia! Seitdem ist er der Prinz auf der Erbse….. 🙂

Stückchen für Stückchen raufen die beiden sich zusammen, fuhren erste Erfolge im Gelände und im Springparcours ein, mit Lisa Hemmer platzierte er sich 2018 in Zeiskam auf dem Silberrang in der Geländepferde A.

Anfang Oktober erreichte uns die tolle Botschaft, dass Mia und Mirar ab 2019 wohl zum Perspektiv-Kader der jungen Vielseitigkeitsreiter in Hessen gehören werden. Wir freuen uns sehr darüber und sind stolz auf unseren Schmali! Denn dass ein sechsjähriger sich von einer jugendlichen Reiterin so bedienen lässt zeugt vor allem für seinen Charakter. Natürlich fragt er hin und wieder wohl auch mal die Konzentration an und verlangt ordentliches Reiten, aber wenn das alles stimmt, dann macht er auch einfach seinen Job.

Wie auch bei Engel werden wir regelmäßig über Schmalis Werdegang informiert und freuen uns sehr darüber! Das alles so hautnah mitverfolgen zu dürfen, ist schon toll und wir sind gespannt darauf, was die beiden in den nächsten Jahren noch alles erreichen werden.

Es ist schön, wenn man für seine Pferde solche neuen Eimerträger findet!!

Ein herzlicher Dank geht an dieser Stelle an Meike Düsterwald, die uns die Fotos von unserem Schmali auf dem Trakehner Perspekivlehrgang Vielseitigkeit zur Verfügung stellte!

Türchen 3 – Gerät 3.0 … oder Glück muss man haben!

Das dritte Türchen soll unserer Glück gehören. MASURENGLÜCK von Davidas aus der Masurenfee von Bonaparte N AA wird 2019 drei Jahre alt und nach zwei Jahren Pause werden wir also 2019 wieder eine Stute zur Zentralen Eintragung vorstellen. Das hier erstrebte Ziel ist es selbstverständlich, noch einmal den Preis der besten Springstute zu gewinnen und da macht sie auch allem Anschein nach einen guten Job über den Balken, aber letztlich ist es auch immer die Tagesform, die entscheidet. Bei einem jungen Pferd kann viel beeinflussen; sie sind dreijährig noch immer im Wachstum,  manche lassen sich von neuen Kulissen beeindrucken und nicht zuletzt schläft die „Konkurrenz“ auch nicht auf dem sprichwörtlichen Baum…

Viel wichtiger als das An-der-Hand-Gehampel ist dann sowieso die Eignung unterm Reiter und einen erstmaligen Test dazu wird es im Rahmen der SLP geben. Und auch wenn Ihr Vater im Rahmen seiner HLP durchaus ein Fragezeichen zum Thema Rittigkeit hinterlassen hat, erwarten wir bei Glück vom ganzen Verhalten eigentlich im nächsten Jahr das  Gerät 3.0. 🙂

Wir kennen diese Familie einfach schon zu lange und so pfiffig und vorwitzig, so unendlich cool in allem und so nett mit dem Menschen wie sie sich verhält, wird auch das Anreiten dieser Vertreterin sicherlich kein Thema sein. 162 cm weist das Stockmaß aktuell aus und auch damit sind wir höchst zufrieden!  Wir erinnern uns, Ihre Mutter wurde dreijährig zu Ihrer Eintragung mit 165 cm gemessen, nun siebenjährig und erwachsen hat sie die 170 cm erreicht. Die „M“ sind eben spätreif, sie wachsen langsam, aber halten dafür eben auch lange und sind lange gesund.

Davidas war einer von zwei Junghengsten für die wir uns in den letzten 10 Jahren entschieden. In beiden Fällen basierte diese Enscheidung auf den „Bums“ am Sprung in Neumünster und auf dem Vertrauen in die nachgewiesene Leistungsbereitschaft und Leistungsfähigkeit der vorangegangenen Generationen auf internationaler Ebene.

Richtung Springen anzupaaren ist immer eine spannende Sache, denn tatsächlich bewerten, ob es gelungen ist, kann man frühestens mit Beginn des Freispringens. Sehr gutes Freispringen ist zwar immer noch kein Garant für gutes Springen unterm Reiter, aber zumindest eine Aussage über Möglichkeiten kann getroffen werden. Vermögen und Einstellung zu Arbeit können das erste Mal gesichtet werden.

Freispringen bei uns ist ja immer so ein Thema. Normalerweise sind wir zu zweit. „S“ und „F“ und natürlich der Eimer 🙂

Der Eimer steht dann mangels Träger alleine in der Mittes des oberen Zirkels und darf vom springenden Protagonisten frei nach Überwinden der Reihe aufgesucht werden. Dies schafft die notwendige Zeit für den Umbau der Springgasse und den Pferden ist klar, dass es erst auf erneutes Kommando wieder weiter geht. Anders funktioniert es bei uns eben nicht, wir haben keine Mannschaft von von vier bis fünf Personen zum Freispringen parat.

Den Gipfel findet das Ganze dann, wenn einer auch noch fotografieren will, denn dann steht das scharfe Foto versus Peitschenführung. 🙂

In jedem Falle haben wir auch mit Glück das Freispringtraining begonnen und sind sehr begeistert von unserer Maus! Sie hat Übersicht, Mut und Vermögen! Sie springt schön durch den Körper, mit genügend Vorsicht und zeigt eine sehr ordentliche Technik. Das sind definitiv Attribute, die für die weitere Arbeit sehr vielversprechend sind.

In den Grundgangarten zeigt sie sich ebenso gut und immer locker wie ihre Mutter. Das ist ein junges Pferd, was wir uns sehr gut in der Ausbildung vorstellen können und das sicher mal viel Spaß unterm Sattel machen wird. 2019 wird ein spannendes Jahr für unsere Glück. Wie es weiter geht steht dann auch offen. Ob wir sie einmal decken lassen? Und wenn ja, von wem denn dann? Zugegebenermaßen finden wir den ab 2019 in Hämelschenburg stationierten Zauberdeyk hier spannend. Auch wenn er sich als Van-Deyk-Sohn nicht aufzwingt, wenn man großes Augenmerk aufs Springen legt, aber er war selbst im Busch bis ** erfolgreich und seine Mutter Zauberlied stammt vom Doppelvererber Friedensfürst und hat Märchenprinz zum Großvater, der ebenfalls aus der Stutenfamilie der Maricka stammt…. wäre spannend! Oder nochmal einen Anglo dran? Der Springcrack Der Dürer? Alles ist noch ungewiss, keine Planung ist fix.

Einen aktuellen Eindruck wollen wir aber zumindest heute hinterlassen. Hier sind ein paar Pics vom letzten Freispringen:

Türchen 2 – Gerät 2.0 aka „Maracanã“ aka „Engel“

Die Geschichte „unserer“ Engel dieses Jahr hier zu erzählen, macht besondere Freude!

Maracanã von Icare d’Olympe AA aus der Masurenfee von Bonaparte N AA. Zu Pedigree und Sportdaten der Vorfahren wird der geneigte Leser wieder per Suchfunktion auf dieser Homepage fündig.

Es ist schon immer toll, wenn man Pferde in liebevolle Hände abgeben kann und die passenden Menschen fürs Pferd findet. Wenn dann noch eine gewisse sportliche Ambition dazu kommt, umso schöner, denn man freut sich als Züchter ja auch, wenn die Pferde mal repräsentativ in der Öffentilichkeit auftreten. Wenn man dann aber einen Dreiviertelblüter mit der Perspektive Busch züchtet und diesen dann in das Deutschlands Vielseitigkeitsmekka, nämlich direkt nach Luhmühlen, verkaufen kann und weiß, dass eine Förderung in diese Richtung mit tollen Ausbildern passieren wird, dann ist das einfach ein Träumchen! 🙂

2018 war der Moment der Wahrheit für „unsere“ Engel gekommen – Die Eintragung und das Anreiten standen an. Bei der Eintragung im Mai hatte sie sich einige Tage zuvor auf der Weide „zerissen“ und blieb leider unter ihren Möglichkeiten. Noch während der Veranstaltung wurde eine Schwellung am Oberschenkel deutlich sichtbar, da waren wohl ein paar Muskelfasern involviert und so war der Galopp auf der rechten Hand quasi inexistent. Dennoch gab sie sich mit allem sehr große Mühe und gab ihr Bestes.

Wieder Daheim wurde das auskuriert und es folgte ab Juli das Anreiten. Und wir durften bei allem per WhatsApp live und in Farbe dabei sein! Von jedem Ausbidlungsschritt wurde ein Video an „Oma und Opa“ gesendet. Es wiederholten sich die beschreibenden Wörter „Cool“, „undramatisch“, „unspektakulär“, „lässig“ und  „unkompliziert“. Herzchen- und Freude-Smileys waren ständige Begleiter der Kommunikation.

Und weil „einfach geradeaus“ ja bekanntermaßen das beste für junge Pferde ist, ging es nach kurzer dann mit Begleitpferd ins Gelände: „Mutig“, „unerschrocken“ und „neugierig“. Der Wechsel in die Halle wurde Im späten Herbst vollzogen – wie nicht anders zu erwarten: Brav. Im November durfte sie dann auch schon mal im Gelände über ein paar Baumstämme galoppieren, durchs Wasser traben, eben so nette kleine Sachen, die man auch sehr gut mit einer Ende-Dreijährigen machen kann. und wie sollte es anders sein? – Auch das machte sie mit Bravour. Und ja, nach der Kommentierung durch den Ausbilder träumen wir auch ganz leise ein Bisschen von Warendorf für 2021.

Dreimal die Woche wird sie nun gearbeitet und sie entwickelt sich den Verlautbarungen nach mit Sieben-Meilen-Stiefeln. Wir sind stolz!!  Und wenn man dann Nachrichten wie die Folgende bekommt, dann ist das Glück perfekt. Denn schließlich wollen wir doch REITpferde züchten, oder? Für glückliche Reiter und für den Spaß am Sport für beide Parteien. Engel ist Gerät 2.0 – wir sind sicher!!