Ein schneller Blick auf die letzten drei Monate

Es war ein Sommer mit vielen Höhen aber auch Tiefen. Mirar lief eine super Saison, ist das erfolgreichste junge Trakehner Springpferd (Datenquelle FN, 2017 – JGS aus Springpferdeprüfungen) und hat vor kurzem ein tolles neues Zuhause gefunden.

Bel Animo hatte mit dem Auktionsgeschehen in Hannover so gar nichts am Hut und kasperte nur durch die Gegend – er wollte wohl lieber bei uns bleiben.

Orik hat ein neues zu Hause gefunden und wird uns Mitte Oktober verlassen.

Franzi ist angenommen zum Freispringcup in Neumünster und wird sich anlässlich des Hengstmarktes dem sportlichen Wettbewerb stellen.

Fee nahm sich eine Auszeit im Sommer, weil sie sich ein Überbein fabriziert hatte. So mussten wir auf den Turnierstart bislang verzichten, aber nun entwickelt sie sich hervorragend und wir schielen schon auf eine Saison 2018, die auch den Busch mit einschließt.

Ende September mussten wir unsere liebe Belli verabschieden, ihre Zeit war gekommen und wir wollten ihr einen Abschied in Würde ermöglichen… Es schmerzt sehr, es fehlt viel und es ist auch noch zu früh mehr zu schreiben. Noch sind die Tränen zu dicht unter der Oberfläche …

Zu allem wird es detaillierte Berichte geben, aber erst im Advent. In unseren Adventstürchen nehmen wir alle Leser wieder gerne mit auf die Rückblicke.

On Tour mit den Fohlen

Hörstein-1208Nachdem Mirar auch am letzten Juni Wochenende nochmal einen Erfolg (4. Platz SprPf A**) feiern konnte, hatte er nun das erste Juli-Wochenende frei. Nicht so seine Eimerträger, denn wir fuhren mit dem sprichwörtlichen Sack und Pack zur großen Fohlenschau nach Hörstein. Im LKW Blümchen und Orik im Anhänger dahinter Franzi und Bel Animo.

21 Hengstfohlen stellten sich dort untereinander in Konkurrenz. Unser ORIK präsentierte sich toll und wir waren hochzufrieden, seinem Wachstum war das letzte Bergauf geschuldet, so dass er im Galopp und Trab sicher unter seinen Möglichkeiten bleiben musste. Aber es gab die 8 für Typ, Schritt und Gesamteindruck, 7,5er für Körper, Fundament und Galopp, die 7 für den Trab. Machte also 53,5 Punkte, so dass ein halber Punkt zum Endring fehlte. Trotzdem wurde in der Kommentierung von Mathias Werner ganz klar zur Hengstaufzucht geraten, denn seine 9er wird er in zwei Jahren wohl dann erwartungsgemäß am Sprung holen – eben ganz so, wie seine Mutter und sein Vater! Und so, wie seine Anpaarung es vorsieht.  Was wir auch wieder einmal erleben durften, ist , wie brav doch unsere Fohlen im gesamten Handling sind. Da gab es gestern – vor allem bei den Hengsten – auch ganz andere Kandidaten!

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BEL ANIMO erreichte mit 54 Punkten trotz ein wenig unfitter Tageverfassung den Endring. 8 für Typ, Schritt, Galopp und Gesamteindruck, 7,5er für Körper und Fundament und die 7 für den Trab. In Galopp und Trab wäre noch mehr drin gewesen, aber irgendwie war er was müde und kraftlos. Was es genau war.. wir wissen es nicht, man steckt ja nicht drin. Dennoch aufgrund seiner Gesamt-Qualität und seiner wertvollen Abstammung angenommen für die Eliteauktion in Hannover Ende Juli. – Stolz!!! Franzis erstes Fohlen und direkt ein Auktionskandidat!

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Einem bewegenden Moment durften wir auch beiwohnen. Der Elitehengst SIXTUS, Vater unseres Belgabad, wurde mit 28 Jahren aus dem aktiven Deckbetrieb verabschiedet – das war schon ergreifend, diesen tollen Hengst mit einem letzten Applaus in die wohlverdiente Rente zu verabschieden. Auf Wiedersehen Sixtus, genieße Deine Rente!

Rut un wiess, wie lieb ich Dich! – Die erste L Platzierung im Schatten des Doms.

EJEQUORIUS JUMP titelte das 1. Große Springturnier auf der Kölner Galopprennbahn, das vom Kreisverband der Pferdesportvereine e.V. am Fronleichnamswochenende organisiert wurde. Im Schatten des Doms, vor historischer Kulisse auf der Kölner Rennbahn. Und sind wir ehrlich… Du bist meine Liebe, meine Stadt und mein Verein … das Turnier hatte schon was!

Was für eine gelungene Premiere!! Liebes Orga-Team, schon an dieser Stelle sei gesagt: Gerne wieder!! Denn es hatte Flair dieses Turnier. Die Böden waren optimal, der Zuschauer wurde mit reichlich Sitzplätzen und dazu mit einer großen Video-Wall verwöhnt und die sehr gut aufgestellte Reitsportmesse lud zum Bummeln in den pausen ein. Tolles Event – So macht Turniersport Spaß!! Ein kleiner Wermutstropfen waren die Gastronomiepreise… bei sommerlichen Temperaturen wünscht man sich auch günstigere Erfrischung, als die, die dort angeboten wurden.

Nun aber zu Mirar, aka „Schmali“: Der Morgen begann seltsam. Schmali war offensichtlich aufgeregt, äppelte häufig und war für seine Verhältnisse durchaus als zappelig einzustufen. Einsteigen in den Anhänger, die Fahrt nach Köln und Ausladen waren aber wie immer top gelassen.

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Den Platz mit Bannern und Video-Leinwand darf man wohl als „glotzig“ bezeichnen und einige der Mitbewerber verweigerten im Springpferde A bereits den Dienst, wenn es in Richtung der medialen Unterstützung ging. Schmali war unbeeindruckt, wusste diesen Vorteil jedoch nicht zu nutzen, war unkonzentriert an den Steilsprüngen 2 und 7, „nickelte“ mit der Hand, sprang einmal in den Kreuzgalopp.., kurz: Er blieb weit hinter den Erwartungen und fernab einer Platzierung.

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Dann das Springüpferde L. Der Kurs bis auf zwei Ausnahmen was weniger eckig, schön zu reiten, aber mit ordentlich Klamotten. Schmali machte einen super Job und blieb ohne Hindernisfehler. lediglich die Zeit wurde ihm was knapp, so dass von der 7,6 0,2 abgezogen werden mussten. 7,4 und eine grüne Schleife für den neunten Platz im zweiten Springpferde L seiner jungen Karriere.

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Wir sind sooooo stolz auf unseren Schatz!!!! Was für ein ehrliches, engagiertes und motiviertes Pferd!! Vom allerallerfeinsten :-).

schleifeUnd was für eine schöne und große Schleife.

In Stadtfarben.

Mit Stadtwappen.

Rut un wiess, wie lieb ich Dich!!

Wenn die Kondition es zulässt, kann unser Schmali noch viel, viel mehr und an dieser Kondition werden wir jetzt verstärkt arbeiten… ab übermorgen… denn jetzt hat er erstmal frei und Wiese – hat er sich nämlich wirklich verdient der Schatz!! 🙂

Mirar wird zum Schleifen-Pony! :-)

IMG_0444Ein weiteres Turnierwochenende liegt hinter uns. Erneut gab es eine Schleife im Springpferde-A auf dem Sonnenhof in Frechen. Mit 7,3 erhielt er zwar die viertbeste Note, da aber Platz drei, dreimal mit 7,4 vergeben belegt wurde hieß es letztlich Rang 6.

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Im darauf folgenden Springpferde L zeigte er sich einmal vom Kombinationseinsprung, einem Oxer mit dicker schwarzer Planke beeindruckt, kam kurz zu sehr zurück und musste dann was groß los .. die hintere Stange fiel nach leichter Berührung mit der Hinterhand. An einen Steil kam er was dicht… Vorhandfehler. So blieben von der 7.0 nach Abzug der Fehler nur 6.0 übrig, aber für den ersten Start in einem sehr anspruchsvollen L gab es nix zu meckern. Er zeigte – gerade über den Oxern – einige phantastische Sprünge!

Bilder hiervon müssen wir (noch) schuldig bleiben, hier haben wir nicht selber fotografiert, denn beim ersten L war die Aufregung doch was größer 🙂 Wir warten dafür auf den Fotografen und für Videos auf Rimondo, denn die waren auch vor Ort. In jedem Falle macht Mirars Leistung froh für mehr 😉 … In zwei Wochen geht es wieder los.

Zwei Starts, zwei Platzierungen – Mirar knüpft in Lindlar an den guten Saisonauftakt an.

Während andere den anlässlich des Vatertags den Bollerwagen hinter sich herzogen, zogen wir heute den Pferdeanhänger mit Mirar innen drin gen Lindlar. Auf dem Programm standen zwei Springpferdeprüfungen der Klasse A – einmal * und einmal **.

IMG_9924Das ganze verlief entspannt. Unser 5-jähriger erneut eine Ausgeburt an Gelassenheit ausladen, fertigmachen, Parcours besichtigen – in der Ruhe lag die Kraft. Im Parcours drehte er dann eine souveräne Runde, die mit einer 7,2 belohnt wurde. Die letzte Mühe gab er sich aber nicht, er mutiert zum Ökonom: Die Beine werden gerade hoch genug gezogen und es wird auch gerade hoch genug gesprungen. Letztlich war es Platz 10 und eine grüne Schleife.

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Der **-Parcours hatte es dann doch mehr in sich, die Ansprüche stiegen deutlich zum Vorgänger und hier entfaltete sich unser Mirar wesentlich mehr. Sprang besser, zeigte Vermögen, arbeitete durch den Körper. Belohnt wurde die Runde mit einer 7,5 – Lange Zeit war er unter den besten dreien, nachdem alle 42 Starter durch waren, war es Platz 5 und somit  eine rote Schleife. Wir blicken nun zufrieden auf einen erfolgreichen Tag und haben für uns verinnerlicht, dass er erst richtig gut springt, wenn die Anforderungen steigen.

IMG_9930IMG_9989In einer Woche geht es nach Frechen, dort steht das erste Springpferde L auf dem Zettel. Schaun mer mal! 🙂