Adventstürchen 24 – 2014 / Frohe Weihnachten!

AK24Hallo liebe Leser,

ich bins, Eure BabyBelle -im Übrigen mit einem Bild vom letzten Jahr. Damit man nochmal sieht was mein Griechensohn gewachsen ist!!

Ich hoffe Ihr hattet Spaß an den letzten 23 Tagen!

Von mir habt ihr schon länger nichts mehr gelesen und ehrlich gesagt, kam ich dieses Jahr auch was kurz! Aber ich darf zumindest heute das letzte Türchen als Tagebucheintrag schreiben. Ich habe mich dieses Jahr ein wenig unter dem Reiter weiter entwickeln können und bin das wohl auch ein echt cooles Gerät. Ich mag das, mache gerne mit.

Beim Freispringen bin ich wohl angeblich auch echt gut, weil ich mir immer so viel Mühe gebe und mir auch die Distanzen selber passend mache. Außerdem bin ich sehr „vorsichtig“ – so nennen die Eimerträger es zumindest.

Das Jahr fing ganz gut an, wir konnten viel reiten, es gab ja kaum Frost. Aber ab Ostern war dann aber irgendwie hier über viele Wochen alles im Wahn. Also nicht in Wahn, denn das sind wir ja eh, sondern „im“.

Was haben diese kleine Zwillings-Scheißer hier den Betrieb durcheinander gewirbelt! Die Eimerträger liefen zwischendurch echt auf dem Zahfleisch und ich hatte „Urlaub“! O.K. und dann, als es wieder los gehen konnte, habe ich mich mal doof angestellt… Anstatt zu gucken, wohin ich lief, habe ich beim Reingehen in den Stall nach Maravedi gezankt… und mich auf die Klappe gelegt. Gott, war mir das peinlich!! Aber da hatte ich mir schon was bei verrissen. Ich hatte dann einen Chiro-Termin und dann war wieder alles gut. Nächstes Jahr soll ich dann wohl endlich auf Turnier. Na denn – schaun mer mal was passiert…..

Mit den Zwillingen haben die Eimerträger das dann doch ganz gut hinbekommen. Und dann müsst ihr Euch jetzt das freche Rotzpack mal ansehen!! Null Respekt vorm Alter – vor allem der Omari! So ein Stänkerfredi und nur Unsinn im Kopf! Und ich bin sicher, nachts schläft der auf der Kaba-Dose… wo sollten sonst diese aufmüpfigen Ideen her kommen? Hat doch sonst keiner hier!!

Aber der hat ne tolle Familie gefunden, genau wie mein Bruder Franz! Mirar wird uns wohl nächstes Jahr verlassen, wenn er angeritten ist… ich find es schade, ich mag ihn, er ist ein netter Kerl! Auch ein echter Frauenversteher, ich spreche gerne mit ihm. 😉

Ich hoffe, er findet auch jemanden netten! Womit wir auch schon bei den Weihnachts-Wünschen der Eimerträger wären, die ich hier – gemäß Diktat – wieder hinschreiben will:

Wir wünschen uns, dass die Pferde einen Menschen finden, der sie wertschätzt.

Wir wünschen uns, dass die Pferde einen Menschen finden der ihre Qualitäten erkennt und Fehler eher bei sich sucht, als bei seinem Pferd.

Wir wünschen uns, dass die Pferde einen Menschen finden, der weiß, dass ein Pferd ein Pferd ist und auch die Bedürfnisse eines Pferdes hat: Freie Bewegung, Kontakt zu Artgenossen, Licht, Luft und ordentliches Futter.

Wir wünschen uns, dass die Pferde einen Menschen finden der geduldig ist, einfühlsam und gerecht.

Wir wünschen uns, dass die Pferde ein langes und glückliches Pferdeleben bei einem Menschen verbringen dürfen, dem sie viel Freude bereiten können.

Wir wünschen uns, dass die Pferde einen Menschen finden, der nachfolgendes Gebet kennt, verstanden und verinnerlicht hat.

Aus einem alten englischen Stall,
“Das Gebet eines Pferdes”:

Gib mir zu fressen, gib mir zu trinken und sorg für mich. Und wenn des Tages Arbeit getan ist, gib mir ein Obdach, ein sauberes Lager und einen nicht zu kleinen Platz im Stall. 

Rede mit mir, denn oft ersetzt mir Deine Stimme die Zügel. Sei gut zu mir und ich werde Dir noch freudiger dienen und Dich gern haben. Reiß nicht an den Zügeln, greif nicht zur Peitsche, wenn es aufwärts geht. Schlage und stoße mich nicht, wenn ich Dich missverstehe, sondern gib mir die Zeit Dich zu verstehen. 

Halte mich nicht für ungehorsam, wenn ich Deinen Willen nicht erfülle, vielleicht sind Sattelzeug und Hufe nicht in Ordnung. Prüfe meine Zähne, wenn ich nicht fressen mag, vielleicht tut mir ein Zahn weh, Du weißt wie das schmerzt. Halftere mich nicht zu kurz und kupiere meinen Schweif nicht, er ist die einzige Waffe gegen Fliegen. 

Und wenn es zu Ende geht, geliebter Herr, wenn ich Dir nicht mehr zu nutzen vermag, lasse mich bitte nicht hungern und frieren und verkaufe mich nicht. Gib mich nicht an einen anderen Herrn, der mich langsam zu Tode quält und mich verhungern lässt, sondern sei so gut und bereite mir einen schnellen barmherzigen Tod. Gott wird es Dir lohnen, hier und in Ewigkeit. Lass mich dies von Dir erbitten und glaube nicht, dass es mir an Ehrfurcht gebricht, wenn ich es in seinem Namen tue, der in einem Stall geboren ist. 

Amen

Ich wünsche Euch allen eine Frohe Weihnacht und drücke die Daumen für Euch, dass Ihr genauso tolle Vierbeiner habt, wie wir hier welche sind! Und wenn nicht, dass ihr bald welche findet! Denn denkt immer daran: Man kann ohne Tiere leben, es lohnt aber nicht! Und ohne Trakehner lohnt es noch viel weniger! 😉

Eure BabyBelle

P.S.: Die Eimerträger lassen grüßen und bitten darum, das hier anzuhängen:

weihnachtskarte

2 Gedanken zu „Adventstürchen 24 – 2014 / Frohe Weihnachten!

  1. Liebe Simone, lieber Frank,

    Das habt ihr toll gemacht und das Lesen (meinerseits komplett an zwei Abenden) war ein reines Vergnügen! Endlich sehe ich Eure Pferde mal am Stück, ganz großer Respekt! Mein Herz schlägt ja ganz unprofessionell für Schimmel ganz besonders

  2. BabyBelle schön mal wieder von Dir zu lesen 🙂

    Ich wünsche Dir, Deiner Pferdefamilie u Deinen Eimerträgern ein schönes Weihnachtsfest u einen gutes neues Jahr, vielleicht mit etwas weniger Aufregung für Euch alle!!!

    Liebe Simone u lieber Frank!!
    Danke, dass Ihr Euch wieder die Mühe gemacht habt, uns die Zeit bis Weihnachten zu verkürzen. Es war wieder eine Freude Euch zu folgen.

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