Adventstürchen 1 – 2014 / Masurenfee – Making off und erste Schritte

Tür1-2014Alle Jahre wieder.. Willkommen zum Adventskalender! Im ersten Drittel werden wir ein bischen über unsere Pferde erzählen und so sollen dieses und die nächsten drei Türchen in diesem Jahr unserer Fee gehören. Unsere erste selbst gezogene Prämienstute! Naja, noch nicht ganz, die Leistungsprüfung steht noch aus, aber dazu später. Wir erzählen Fees Geschichte im Zeitraffer, wollen die wichtigen Eckpunkte im kurzen Pferdeleben darstellen.

Fees Mutter Mirage gastierte während der Schwangerschaft ihrer Besitzerin (hier muss der Züchter schon aufpassen, dass er nicht „Trächtigkeit“ schreibt 😉 )als Pachtstute ja von 2008 auf 2009, brachte uns Maravedi und sollte dann, nach dem Absetzten – so der Plan – wieder Reitpferd werden. Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt….

Anfang 2010 klingelte das Telefon und die junge Mutter musste erkennen, dass Säugling und Pferd doch nicht ganz so gut unter einen Hut zu bringen waren, wir halfen gerne aus: Mirage kehrte zurück.

Maravedi war gelungen, gar keine Frage, aber es war der Angloaraber Bonaparte der es uns mit seinen fulminanten Auftritten auf dem Hamburger Derby besonders angetan hatte. Davon hätten wir gerne einen Nachkommen gehabt!! Zu diesem Zeitpunkt war der Hengst noch nicht für die Trakehner anerkannt und stand nur „gefroren“ zur Verfügung. Egal, wir wollten es probieren, erhielten die Sonderdeckgenehmigung und träumten von einer springgewaltigen Tochter der Mirage.

Nach der ersten Euphorie erfuhren wir, was es bedeutet, mit TG herumzuhampeln… Sechsstündig fuhr unsere Tierärztin jeweils über mehrere Tage zur Follikelkontrolle auf den Hof. Der erste Versuch schlug fehl. 21 Tage und gefühlte 300 Follikelkontrollen später orderten wir den Samen… um am nächsten Tag ohne da zu stehen, denn die Station hatte keinen Transportbehälter…. Alle guten Dinge waren derer drei und in der nächsten Rosse klappte es!

342 Tage trug Mirage und legte uns dann das gewünschte Stutfohlen ins Stroh. Ganz unbemerkt. Bei Kamera-Kontrolle um 6:35 Uhr fraß sie noch gemütlich Heu und während der Züchter dann die Morgentoilette mit Duschen, Fönen und Anziehen erledigte um danach füttern zu gehen, hat sie mal schnell ein Fohlen ins Stroh gelegt. Um 6:56 Uhr, bei Betreten des Stalls fehlte ein Kopf in der Boxenreihe und der Blick in die Box zeigte: Fohlen fast da. Masurenfee war noch nicht ganz der Mama entschlüpft, die Hinterbeine waren noch nicht ganz draußen, aber die Eihaut gerissen – alles war gut.

Stutfohlen! Wunderbar, unverkäuflich!!

Aufstehen und Milchbar ging dann ruckizucki, die Nachgeburt ist innerhalb von 40 Minuten abgegangen. Tierärztin konstatierte später den sehr guten Zustand der beiden Protagonisten, gab das Immun-Spritzchen und war wieder fott 🙂

So sah unsere Fee mit vier Stunden aus.

Fee_4Std Fee_4Std_2

Weiter geht es dann morgen 😉 …..

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